Manchmal beginnt ein neues Bild mit etwas ganz Alltäglichem: einer Nachricht.
In diesem Fall kam sie von der Managerin der Breitling Boutique Düsseldorf. Für ein besonderes VIP-Event suchte die Boutique nach einer künstlerischen Begleitung – und fragte mich, ob ich an diesem Abend ein Live Painting gestalten könnte.
Schnell entstand die Idee, nicht einfach eines meiner vorhandenen Bilder mitzubringen. Ich wollte für dieses Kunstprojekt ein eigenes Motiv entwickeln und ein Originalgemälde schaffen, das die Welt von Breitling mit meiner eigenen Bildsprache verbindet.
Das fand ich sofort spannend.
Denn eine Marke künstlerisch aufzugreifen bedeutet für mich nicht, einfach ein Logo oder ein Produkt in ein Bild einzubauen. Mich interessiert etwas anderes: Welche Bilder entstehen in meinem Kopf, wenn ich an diese Marke denke? Welche Geschichte steckt dahinter? Welche Formen, Farben oder Gegensätze könnten daraus ein eigenständiges Gemälde machen?
So begann die Arbeit an „Breitling Lady – The Aviator’s Timeless Elegance“.

1. Von der Idee für ein VIP-Event zur Breitling Lady
Breitling verbindet man natürlich zuerst mit Uhren. Aber sehr schnell taucht noch eine andere Welt auf: Luftfahrt, Technik, Präzision, Metall, Instrumente und Geschwindigkeit.
Und dann war da meine eigene Bildwelt.
Frauen, klare Konturen, Sinnlichkeit, Art Deco und die Ästhetik alter Illustrationen und Werbeplakate, in denen Frauen oft eine erstaunliche Präsenz besitzen.
Gerade der Gegensatz interessierte mich.
Eine technisch anspruchsvolle Uhr neben einer weiblichen Figur. Ein präzises Uhrwerk neben weichen Linien. Ein Flugzeug und eine elegante Frau.
Ich wollte diese Gegensätze nicht auflösen. Das Bild sollte gerade aus ihnen seine Spannung bekommen.
Relativ schnell entstand deshalb die Idee einer modernen Pilotin. Keine historische Illustration und auch keine klassische Werbefigur. Eher eine Frau, die etwas von der Welt früher Luftfahrtplakate mitbringt und gleichzeitig ganz selbstverständlich in der Gegenwart stehen könnte.
Sie wurde zur Breitling Lady.
Noch bevor das eigentliche Gemälde weit entwickelt war, entstand ein weiteres Motiv für die Einladung der Gäste.
Das gefiel mir besonders, weil die Kunst dadurch nicht erst am Abend selbst begann. Die Gäste bekamen bereits vorher einen ersten Eindruck von der Atmosphäre der Veranstaltung. Die Einladungskarten wurden von der Boutique an ausgewählte VIP-Gäste verschickt.
Normalerweise entsteht ein Bild in meinem Atelier zunächst ganz unabhängig. Irgendwann wird es fotografiert, ausgestellt oder findet einen Käufer.
Hier war der Ablauf anders.
Die Bildidee wurde Teil eines ganzen Abends. Sie erschien auf der Einladung, später im Originalgemälde und schließlich während der Veranstaltung selbst.
Rückblickend finde ich genau diesen Gedanken besonders interessant: Ein Kunstprojekt kann schon vor dem eigentlichen Event beginnen.
2. Wie aus der Welt von Breitling ein Gemälde wurde
Bei der Entwicklung des Gemäldes wollte ich verschiedene Elemente miteinander verbinden, ohne dass das Ganze wie eine Illustration aus einer Produktbroschüre wirkt.
Im Mittelpunkt steht deshalb die Frau.
Sie trägt eine Breitling Navitimer Chronograph 46. Gerade dieses Modell fand ich interessant, weil die Uhr groß und technisch wirkt. Auf einem weiblichen Handgelenk entsteht dadurch ein bewusster Kontrast.
Die Uhr wird nicht kleiner oder zurückhaltender, nur weil eine Frau sie trägt.
Im Hintergrund erscheint ein stilisiertes Uhrwerk. Es bildet eine fast architektonische Struktur hinter der Figur.
Dazu kam ein gelbes Retro-Flugzeug.
Die Luftfahrt gehört stark zu der Bildwelt, die ich mit Breitling verbinde. Gleichzeitig passt das Flugzeug wunderbar zu der Art-Deco- und Retroästhetik, die mich seit vielen Jahren begleitet.
So wuchs das Bild langsam aus verschiedenen Ebenen zusammen: Frau, Uhr, Mechanik, Flugzeug und Farbe.
Mir war wichtig, dass keines dieser Elemente das ganze Werk übernimmt. Am Ende sollte immer noch ein eigenständiges Gemälde entstehen, das auch unabhängig von diesem einen Abend funktioniert.
Ein Kunstwerk für einen besonderen Kontext darf diesen Kontext aufgreifen. Aber es sollte nicht vollständig von ihm abhängig sein
Die Verbindung von Mode, weiblicher Eleganz und Art Déco zieht sich auch durch viele meiner freien Arbeiten. Mehr dazu finden Sie in dem Artikel Mode in der Kunst.
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3. Art Deco und meine eigene Bildsprache
Art Deco begleitet meine Arbeit schon sehr lange.
Mich interessieren dabei weniger einzelne Ornamente als das Lebensgefühl, das in vielen Illustrationen dieser Zeit sichtbar wird: klare Flächen, elegante Linien, starke Silhouetten und Frauen, die eine selbstverständliche Präsenz besitzen.
Auch Werbeillustrationen aus den 1920er bis 1950er Jahren haben meine Bildsprache geprägt.
Natürlich waren viele dieser Darstellungen idealisiert. Trotzdem findet man darin häufig einen Frauentyp, den ich interessant finde: elegant, selbstbewusst, manchmal ein wenig unnahbar und vor allem sehr präsent.
Aus solchen Einflüssen hat sich über die Jahre mein Stil Feminine Glamourism entwickelt.
Ich versuche dabei nicht, historische Bilder nachzuahmen. Mich interessiert vielmehr, wie diese Klarheit und Eleganz heute wirken können.
Bei der Breitling Lady passte diese Bildsprache besonders gut.
Die technische Welt der Uhr und die elegante Frauenfigur mussten sich nicht gegenseitig erklären. Sie konnten nebeneinander bestehen.
Vielleicht lag gerade darin die Spannung des Bildes.
➤ Mehr über mein Stil Feminine Glamourism erfahren.
4. Vom Entwurf zur Präsentation in der Breitling Boutique
Während der Entwicklung zeigte ich meine Idee und den entstehenden Entwurf dem Team der Breitling Boutique Düsseldorf.
Das war ein wichtiger Teil des Projekts.
Bei meiner freien Malerei kann ich Entscheidungen ausschließlich aus dem Bild heraus treffen. Bei einem Werk für einen bestimmten Anlass kommt eine weitere Ebene hinzu.
Das Bild steht später an einem konkreten Ort. Es begegnet bestimmten Menschen. Es wird in einer Umgebung präsentiert, die selbst schon eine sehr eigene Atmosphäre besitzt.
Trotzdem möchte ich meine eigene Handschrift nicht verlieren.
Diese Balance finde ich bei solchen Projekten besonders interessant.
Es geht nicht darum, dass ein Unternehmen genau vorgibt, was ich malen soll. Gleichzeitig möchte ich verstehen, in welchem Umfeld das Werk später erscheint und welche Geschichte der Anlass mitbringt.
Die Breitling Lady entstand deshalb als meine eigene Interpretation dieser Welt, abgestimmt auf die geplante Präsentation in der Düsseldorfer Boutique.
5. Live Painting und Begegnungen mit den Gästen
Am Abend selbst stand die Breitling Lady auf meiner Staffelei in der Boutique.
Das Gemälde war bereits weit entwickelt. Ich wollte bewusst nicht versuchen, innerhalb weniger Stunden ein komplettes Bild von Grund auf fertigzustellen.
Meine Arbeiten entstehen normalerweise in vielen Schichten. Manche Entscheidungen brauchen Zeit. Farben verändern sich. Details werden übermalt. Ein Gesicht kann mehrere Arbeitsschritte durchlaufen, bis es die gewünschte Wirkung bekommt.
Diese Arbeitsweise möchte ich auch bei einem Live Painting nicht aufgeben.
Deshalb arbeitete ich während des Events an ausgewählten Bereichen weiter und setzte finale Details.
Für die Gäste wird dadurch etwas sichtbar, das sonst meistens im Atelier verborgen bleibt.
Ein Pinselstrich verändert den Ausdruck. Eine kleine Farbfläche bringt plötzlich Ruhe in eine Stelle. Ein Detail, das vorher kaum auffiel, bekommt Bedeutung.
Es ist etwas anderes, ein fertiges Gemälde anzuschauen oder dabei zu sein, während daran gearbeitet wird. Und genau das bemerkte ich an diesem Abend. Menschen blieben an der Staffelei stehen, schauten eine Weile zu und begannen Fragen zu stellen.
Über das Bild. Über die Frau. Über die Uhr. Über Malerei.
Manche wollten wissen, wie lange ein Gemälde entsteht. Andere interessierten sich für meine Arbeitsweise oder für die Geschichte hinter dem Motiv.
Neben der Live-Malerei entstanden viele persönliche Gespräche. Ich signierte meine Kataloge und Kalender, die an Besucher weitergegeben wurden, und konnte meine Arbeit direkt erklären.
Gerade diese Begegnungen finde ich bei solchen Abenden interessant.
Ein Bild hängt nicht einfach irgendwo im Hintergrund. Plötzlich steht die Person daneben, die es geschaffen hat. Man kann fragen, warum eine Figur so aussieht, woher eine Idee kam oder weshalb eine bestimmte Farbe gewählt wurde.
Kunst bekommt dadurch eine andere Nähe.
6. Was mich an solchen Kunstprojekten interessiert
Das Breitling-Event hat mir gezeigt, wie spannend es sein kann, eine Markenwelt künstlerisch aufzugreifen, ohne daraus Werbung zu machen.
Mich interessiert dabei nicht zuerst das Logo.
Viel spannender finde ich die Frage: Was macht eine Marke eigentlich aus, wenn man das Logo weglässt?
Ist es eine bestimmte Geschichte? Eine Farbe? Ein Material? Eine Haltung? Ein Ort? Vielleicht auch ein Gefühl, das Menschen sofort damit verbinden.
Bei Breitling waren es für mich vor allem Luftfahrt, Mechanik, Präzision und eine gewisse selbstbewusste Eleganz.
Daraus konnte ich etwas entwickeln, das zu meiner eigenen Bildsprache passt.
Bei einem anderen Unternehmen würde wahrscheinlich eine völlig andere Bildwelt entstehen.
Gerade das reizt mich.
Nicht eine Marke abzubilden, sondern herauszufinden, welche Geschichte sich daraus in meiner eigenen Sprache erzählen lässt.

7. Wann Kunst bei einem Event wirklich funktioniert
Bei einem besonderen Event finde ich es spannender, wenn sich die Kunst selbstverständlich in den Abend einfügt, statt wie ein zusätzlicher Programmpunkt zu wirken.
Interessant wird es für mich dann, wenn das Werk einen nachvollziehbaren Bezug zu genau diesem Anlass hat.
Bei der Breitling Lady war dieser Zusammenhang von Anfang an da. Das Motiv griff die Welt der Uhren und der Luftfahrt auf. Einige Gäste kannten es bereits von der Einladung. Beim Event selbst stand dann das Original vor ihnen, und sie konnten sehen, wie ich daran weiterarbeitete.
Das Bild gehörte zu diesem Abend.
Auch die Gespräche an der Staffelei waren ein wichtiger Teil davon. Viele Begegnungen entstanden ganz beiläufig: Jemand blieb stehen, schaute genauer hin, stellte eine Frage oder wollte wissen, warum ich ein bestimmtes Detail so gemalt hatte.
Genau diese Form von Nähe finde ich interessanter als eine große Show.
Live Painting funktioniert für mich dann am besten, wenn ein Werk mit dem Anlass verbunden ist und trotzdem ein eigenständiges Gemälde bleibt.
Denn ein Event ist irgendwann vorbei.
Die Musik endet, die Gäste gehen nach Hause und die Räume sehen am nächsten Morgen wieder anders aus.
Ein Originalgemälde kann dagegen bleiben.
Vielleicht hängt es später in einer Boutique, einem Unternehmen oder in einem privaten Raum. Vielleicht erinnert sich jemand beim Anblick daran, wie es entstanden ist oder an ein Gespräch, das an diesem Abend an der Staffelei geführt wurde.
Darin liegt für mich ein besonderer Wert solcher Projekte.
Das Werk bekommt bereits während seiner Entstehung eine Geschichte.
8. Von der Breitling Lady zu neuen Kunstprojekten
Die Breitling Lady war für mich deshalb nicht einfach nur ein weiteres Frauenporträt.
Das Projekt hat mir gezeigt, wie selbstverständlich meine eigene Bildsprache mit einer ganz anderen Welt in Dialog treten kann.
Technik musste nicht technisch gemalt werden.
Luxus musste nicht durch Gold oder offensichtliche Symbole erklärt werden.
Und eine Marke musste nicht im Mittelpunkt stehen, damit ihre Atmosphäre im Bild spürbar wird.
Diese Art zu arbeiten interessiert mich bis heute.
Ich entwickle gerne Kunst für besondere Orte und Anlässe, bei denen ein Werk nicht zufällig ausgewählt wird, sondern aus einer konkreten Idee heraus entsteht.
Das kann ein Kundenevent sein, eine Boutique, ein Hotel, ein Business- oder Golfclub oder ein Firmenjubiläum.
Manchmal steht am Anfang noch gar nicht fest, wie das fertige Bild aussehen soll.
Vielleicht ist genau das der spannendste Beginn eines Projekts.
Nicht die Frage:
„Welches Bild brauchen wir?“
Sondern:
„Welche Geschichte könnte hier zu einem Bild werden?“
9. Kunstprojekte, Live Painting und individuelle Kooperationen
Bei individuellen Kunstprojekten entwickle ich Originalgemälde und künstlerische Konzepte, die auf einen besonderen Ort, Anlass oder eine bestimmte Themenwelt reagieren.
Je nach Projekt können dabei ein speziell entwickeltes Motiv, Live Painting, eine Präsentation des Werkes oder der persönliche Austausch mit den Gästen Teil des Konzepts werden.
Entscheidend ist für mich, dass am Ende nicht nur ein Programmpunkt entsteht.
Sondern ein echtes Kunstwerk.
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Häufige Fragen zum Breitling-Kunstprojekt
Was war Teil des Kunstprojekts für die Breitling Boutique Düsseldorf?
Zum Projekt gehörten ein eigens entwickeltes Motiv für die Einladung der VIP-Gäste, das Originalgemälde „Breitling Lady – The Aviator’s Timeless Elegance“ sowie Live Painting während der Veranstaltung. Ergänzt wurde der Abend durch persönliche Gespräche mit Gästen und signierte Kunstpublikationen.
Was bedeutet Live Painting bei solchen Events?
Für mich bedeutet Live Painting nicht, ein komplettes Gemälde möglichst schnell vor Publikum fertigzustellen. Das Werk wird zuvor konzipiert und teilweise im Atelier vorbereitet. Während des Events arbeite ich an ausgewählten Bereichen weiter und mache den Entstehungsprozess für die Gäste sichtbar.
Sind solche Kunstprojekte auch für andere Unternehmen oder Events möglich?
Ja. Ein individuelles Kunstprojekt kann für Kundenevents, Firmenjubiläen, Boutiquen, Hotels, Golfclubs, Businessclubs oder andere besondere Veranstaltungen entwickelt werden. Entscheidend ist, dass das Werk zum Anlass und zur Atmosphäre passt und gleichzeitig meine eigene künstlerische Handschrift behält.



