Meine Künstlerreise mit AIDAprima nach Norwegen

Künstlerin Ekaterina Moré mit dem Galerieteam vor ihren floralen Originalwerken in der Kunstgalerie der AIDAprima

Zum ersten Mal präsentierte ich meine floralen Originalwerke gemeinsam mit meinen Frauenbildern in der Kunstgalerie der AIDAprima. Große Blüten, ungewöhnliche Farben und metallische Oberflächen trafen auf meine vertrauten Frauenfiguren.

Ich war gespannt, wie die Gäste auf diese neue Verbindung reagieren würden.

Die Reise führte von Hamburg nach Bergen, Flåm, Ålesund, Molde und Stavanger. An Bord sprach ich im Theatrium über meine Kunst, malte live auf der Bühne und arbeitete direkt in der Galerie. Gemeinsam mit meiner Tochter Nina besuchte ich Museen, Jugendstilarchitektur und Gärten, die neue Motive und Gedanken auslösten.

Besonders eindrücklich waren die Gespräche mit den Gästen. Viele erzählten von ihren eigenen Gärten, von Reisen und von dem Wunsch, sich in unruhigen Zeiten zu Hause eine persönliche Oase zu schaffen. Die floralen Werke fanden erste Käufer. Vor allem die kleineren Originale im Format 40 × 40 Zentimeter erwiesen sich als zugänglicher Einstieg in meine neue Werkreihe.

Diese Künstlerreise verband für mich mehrere Welten: Bühne und Rückzug, Natur und Kultur, Frauenbilder und Blumen. Gleichzeitig begann sich eine neue künstlerische Richtung abzuzeichnen – mit floralen Motiven, Symbolen und archetypischen Bildideen.

Gastkünstlerin Ekaterina Moré arbeitet während ihrer Künstlerreise auf AIDAprima an einer Leinwand

1. Als Gastkünstlerin auf AIDAprima – zwischen Reise und Arbeit

Als Gastkünstlerin bewege ich mich an Bord zwischen zwei Rollen.

Einerseits bin ich Reisende. Ich erlebe die Landschaft, besuche Museen und genieße den Blick aus der Kabine auf das Meer.

Andererseits bin ich Teil des Programms. An den Seetagen standen ein Künstlergespräch im Theatrium, Live-Malerei auf der Bühne, Arbeiten in der Galerie, Kunstauktionen und eine Vernissage in einer Barlounge auf dem Programm.

Dieser öffentliche Teil bildet einen starken Kontrast zu meinem Alltag. Zu Hause arbeite ich meist allein und zurückgezogen im Atelier. An Bord entsteht Kunst mitten im Geschehen. Gäste bleiben stehen, beobachten den Malprozess und erzählen, was sie in meinen Bildern sehen.

Gleichzeitig bekomme ich einen kleinen Einblick in den Arbeitsalltag hinter einer solchen Reise. Ich erlebe, wie viel Organisation, Flexibilität und Aufmerksamkeit notwendig sind, damit ein Schiff mit Tausenden Gästen scheinbar mühelos funktioniert.

Die Freundlichkeit und Professionalität vieler Mitarbeiter beeindrucken mich immer wieder.

Als Gastkünstlerin bin ich nur vorübergehend Teil dieser Welt. Doch ich hoffe, mit meiner Kunst etwas beizutragen: einen Moment der Achtsamkeit, ein Gespräch über Schönheit und die Erfahrung, dass hinter jedem Werk eine Künstlerin mit Leidenschaft, Erfahrung und einer eigenen Geschichte steht.


Kataloge mit Frauenbildern und floraler Kunst von Ekaterina Moré neben der Ankündigung ihrer Künstlerveranstaltungen auf AIDAprima

2. Zum ersten Mal gemeinsam: Frauenbilder und florale Originalkunst

Bei früheren Künstlerreisen standen vor allem meine Frauenbilder im Mittelpunkt. Die Gespräche drehten sich um Weiblichkeit, Eleganz, Sinnlichkeit und innere Stärke.

Auf der AIDAprima kam erstmals eine neue Bildwelt hinzu.

Ich zeigte meine floralen Originalwerke gemeinsam mit den Frauenbildern. Für mich war das ein wichtiger Test: Würden beide Werkreihen nebeneinander funktionieren und trotzdem als Teil derselben künstlerischen Handschrift wahrgenommen werden?

Die floralen Arbeiten hatte ich bereits zu Hause begonnen. Bestimmte Arbeitsschritte mit Metallfolien mussten im Atelier stattfinden, weil die dabei entstehenden feinen Partikel für die Arbeit an Bord ungeeignet gewesen wären. Auf dem Schiff entwickelte und vollendete ich die Werke weiter.

Die Reaktionen waren überraschend persönlich.

Viele Gäste mochten die ungewöhnliche Farbgebung, die metallischen Oberflächen und die bewusst offenen Blumenformen. Die Blüten sind nicht botanisch exakt ausgearbeitet. Manche erscheinen nur angedeutet und lassen Raum für eigene Erinnerungen.

Ein Werk mit Blauregen erinnerte mehrere Gäste an den Comer See. Andere erzählten von Hortensiengärten oder Pflanzen, die sie mit dem eigenen Zuhause und bestimmten Lebensphasen verbanden.

Bei den Frauenbildern sprechen Menschen häufig über Haltung und Ausstrahlung. Die Blumenbilder öffneten andere Erinnerungsräume: Gärten, Reisen, Jahreszeiten und Kindheit.

Die Reise bestätigte mir, dass Frauenbilder und florale Werke keine getrennten Welten sind. Beide erzählen von Schönheit, Entwicklung, Verletzlichkeit und innerer Kraft.

Die Frau ist in meiner Kunst ein Symbol der Seele.

Die Blume kann es ebenfalls sein.


Kleine florale Originalgemälde von Ekaterina Moré mit Hortensien und violetten Blüten in der Kunstgalerie der AIDAprima

3. Kleine Formate, echte Originale

Für diese Reise hatte ich erstmals mehrere florale Originalwerke im Format 40 × 40 Zentimeter vorbereitet.

Das kleinere Format war eine bewusste Entscheidung.

Große Gemälde besitzen eine besondere Präsenz, benötigen aber auch einen passenden Raum. Ein kleineres Original lässt sich leichter über einer Kommode, in einer Nische oder als Teil einer persönlichen Bildgruppe integrieren.

Das kleinere Format reduziert die Größe.

Nicht den künstlerischen Anspruch.

Auch diese Werke sind vollständig von Hand gemalt. Sie besitzen eigene Farbschichten, Strukturen und metallische Oberflächen. Jedes Bild bleibt ein Unikat.

Mehrere der kleineren floralen Arbeiten wurden an Bord verkauft. Vermutlich fiel die Entscheidung leichter, weil sich die Gäste schnell vorstellen konnten, wo das Werk bei ihnen zu Hause Platz finden könnte. Gleichzeitig blieb das Besondere eines Originals erhalten: seine einmalige Oberfläche, seine sichtbaren Arbeitsspuren und die Gewissheit, dass es kein zweites identisches Bild gibt.

Ein kleines Original braucht keinen repräsentativen Raum.

Nur einen Ort, an dem es wirklich gesehen wird.


Ekaterina Moré malt während einer Live-Malerei im Theatrium der AIDAprima vor Publikum an einem Frauenbild

4. Kunst vor Publikum: Interview, Live-Malerei und Vernissage

In meinem Atelier arbeite ich meist still und zurückgezogen. Auf der AIDAprima wurde der Malprozess dagegen öffentlich.

Am ersten Seetag sprach ich im Theatrium über meine Frauenbilder, meine künstlerische Entwicklung und die neue florale Werkreihe. Viele Gäste kannten bis dahin nur die fertigen Werke. Im Gespräch wurde sichtbar, wie Motive entstehen, warum manche Bilder viele Schichten brauchen und welche Gedanken hinter den beiden Werkreihen stehen.

Am zweiten Seetag malte ich live auf der Bühne. Sinnliche, jazzige Retro-Musik gab dem Auftritt einen eigenen Rhythmus und passte besonders gut zu meinen Frauenbildern.

Für mich soll Live-Malerei jedoch nicht nur unterhalten. Sie zeigt, wie viele Entscheidungen hinter einem scheinbar selbstverständlichen Bild stehen: Farben werden aufgebaut, Konturen verändert und Details immer wieder neu bewertet.

Mehrmals arbeitete ich auch direkt in der Kunstgalerie. Dort entstanden spontane Gespräche. Manche Gäste beobachteten nur kurz, andere kamen später zurück, um die Entwicklung des Bildes weiterzuverfolgen.

Bei einer Vernissage in einer Barlounge war die Atmosphäre noch persönlicher. Die Bühne schuf Aufmerksamkeit, die Galerie Nähe und die Vernissage Raum für längere Gespräche.

Gerade diese Verbindung macht eine Künstlerreise besonders: Kunst wird nicht nur ausgestellt, sondern als lebendiger Prozess erlebbar. Mein herzlicher Dank gilt Johanna Becker und Katrin Güther vom Galerieteam, die mich bei den Veranstaltungen tatkräftig unterstützt und die Reise mit viel Engagement, Herzlichkeit und einer sehr angenehmen Zusammenarbeit begleitet haben.


Künstlergespräch mit Ekaterina Moré vor Gästen im mehrstöckigen Theatrium der AIDAprima

5. Gespräche über Schönheit und das Zuhause als Oase

Viele Gäste erzählten mir, wie gut ihnen die Reise als Abstand vom Alltag tat. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wichtig das eigene Zuhause in unruhigen Zeiten geworden ist.

Ein schöner Garten, gutes Essen, vertraute Räume und Kunst können einen persönlichen Rückzugsort schaffen.

Besonders in Erinnerung blieb mir ein Gespräch mit einem Paar aus Nordrhein-Westfalen. Der Vater des Mannes besitzt bereits eines meiner Frauenbilder. Er selbst führt ein Logistikunternehmen und erzählte, wie herausfordernd steigende Kosten, unterbrochene Lieferketten und neue Anforderungen für Unternehmer geworden sind.

Gerade deshalb sei das Zuhause ein Ort, an dem man sich regenerieren und Schönheit erleben könne. Das Paar interessierte sich besonders für meine Femme-Fatale-Reihe.

Dieses Gespräch bestätigte mir, dass Kunst zwar äußere Probleme nicht löst, aber die Atmosphäre eines Raumes verändern kann. Ein Bild kann beruhigen, beleben, erinnern und einem Zuhause Persönlichkeit geben.

Auch die floralen Werke lösten viele Gespräche über Gärten, Blauregen, Hortensien und Rosen aus. Natur und Kunst schaffen offenbar ähnliche Gegenräume zur lauten, funktionalen Welt.

Vielleicht wurden die Blumenbilder deshalb so unmittelbar verstanden: Sie berührten das Bedürfnis, sich im eigenen Zuhause eine kleine Oase zu schaffen.

Mehr dazu:

➤ Zum Artikel: "Floral Glamourism – Die Poesie floraler Formen zwischen Art Déco und Ewigkeit"


Ekaterina Moré mit ihrer Tochter Nina während der gemeinsamen Künstlerreise mit AIDAprima nach Norwegen

6. Mit meiner Tochter Nina durch Norwegen

Dass meine Tochter Nina mich begleitete, machte diese Reise besonders.

Sie ist seit ihrer Kindheit eng mit meiner Kunst verbunden. Schon mit etwa fünf Jahren fotografierte sie mich für meine Kataloge und hat seitdem viele Entwicklungen, Erfolge und schwierige Phasen miterlebt.

Auf der AIDAprima unterstützte sie mich mit Foto- und Videoaufnahmen. Ich konnte ihr vollkommen vertrauen, weil sie nicht nur die großen Bühnenmomente erkennt, sondern auch leise Situationen, Details und konzentrierte Augenblicke festhält.

Gemeinsam besuchten wir Museen, Ausstellungen und Städte entlang der Route. Wir beobachteten, verglichen und diskutierten über Kunst, Kultur und symbolische Bildwelten.

Besonders eindrücklich war unser Besuch in Ålesund. Die Jugendstilarchitektur und die Ausstellung von Tyra Kleen berührten uns beide. Wir sprachen darüber, warum sinnliche, symbolische und archetypische Motive auch heute noch so kraftvoll wirken.

Vielleicht war das Schönste an dieser Reise nicht ein einzelner Ort, sondern die Möglichkeit, wieder gemeinsam zu schauen, zu sprechen, zu lachen und manchmal einfach zu schweigen.


Besuch eines Kunstmuseums in Bergen mit großformatiger skandinavischer Meereslandschaft

7. Bergen: Melancholie und handwerkliche Stärke

Bergen war einer der kulturellen Höhepunkte der Reise. Wir besuchten mehrere Häuser des KODE-Komplexes, darunter die Rasmus-Meyer-Sammlung und Ausstellungen moderner und zeitgenössischer Kunst.

Besonders berührten mich die melancholischen Stimmungen von Edvard Munch. Seine Landschaften zeigen nicht nur Natur, sondern Gefühle: Sehnsucht, Einsamkeit und innere Unruhe. Genau das interessiert mich auch an Kunst – nicht nur, wie etwas aussieht, sondern wie es sich anfühlt.

Die gedämpften Farben und stillen Räume der skandinavischen Malerei bildeten einen spannenden Kontrast zu meiner meist intensiven Farbwelt. Sie erinnerten mich daran, wie kraftvoll Reduktion sein kann.

Ebenso beeindruckten mich textile Arbeiten, Keramik und andere materialbetonte Werke. Oberfläche, Struktur und handwerkliche Spuren spielten dort eine zentrale Rolle. Das verbindet sich unmittelbar mit meinen floralen Bildern, deren metallische Flächen und Schichten sich je nach Licht verändern.

Bergen führte für mich zwei wichtige Ebenen zusammen: emotionale Tiefe und sichtbares handwerkliches Können.


Eingang des Jugendstilmuseums in Ålesund während der Künstlerreise durch Norwegen

8. Ålesund: Jugendstil und die Welt von Tyra Kleen

Ålesund faszinierte mich schon durch seine Jugendstilarchitektur. Geschwungene Linien, Pflanzenformen und dekorative Details prägen das Stadtbild und wirken bis heute erstaunlich lebendig.

Gemeinsam mit Nina besuchte ich das Jugendstilmuseum und die Sonderausstellung von Tyra Kleen.

Ihre Arbeiten bewegten uns beide. Mich faszinierte besonders die Verbindung aus weiblicher Mystik, Eleganz und stilisierten Formen. Die Figuren wirken sinnlich und entrückt, ohne pathetisch zu werden.

Nina und ich sprachen darüber, warum symbolische und archetypische Motive gerade in unsicheren Zeiten so kraftvoll sein können. Auch vor mehr als hundert Jahren suchte die Kunst nach Schönheit, Geistigkeit und einer tieferen Ordnung.

Die Ausstellung bestärkte mich in meiner aktuellen Beschäftigung mit Symbolen, weiblichen Archetypen und alchemistischen Motiven. Sie zeigte mir, dass Mystik nicht laut oder esoterisch überladen sein muss.

Sie kann leise, stilvoll und dennoch tief sein.


Rote Mohnblumen in einem Garten vor der Fjordlandschaft von Flåm in Norwegen

9. Flåm und Stavanger: Gärten als Farbkompositionen

Norwegen wird meist mit Fjorden, Bergen und Wasser verbunden. Auf dieser Reise waren es jedoch auch die Gärten, die mich besonders inspirierten.

Flåm: Mohnblumen wie kleine Feuer

In Flåm entdeckte ich einen Garten mit bunten Beeten, Apfelbäumen und roten Mohnblumen. Im verregneten Licht leuchteten sie wie kleine Feuer.

Der Anblick erinnerte mich an meine Kindheit auf Kamtschatka. Dort sind die Sommer kurz, und die Natur hat nur wenig Zeit, um aufzublühen und Früchte zu tragen.

Gerade darin lag für mich die besondere Wirkung dieser Pflanzen: eine kurze, konzentrierte Lebendigkeit.

Die Mohnblumen und Apfelbäume möchte ich später nicht botanisch genau darstellen. Mich interessiert stärker ihre Bedeutung – das Aufleuchten in einer gedämpften Landschaft und die Kraft, auch unter schwierigen Bedingungen zu wachsen.

Üppige rote Rosen an einer weißen Holzfassade in Stavanger in Norwegen

Stavanger: Rosen an weißen Holzhäusern

Stavanger war floristisch ein Höhepunkt der Reise.

An den weißen Holzfassaden wuchsen Rosen in Rot, Weiß und Gelb. Ihre alten, geschwungenen Stämme wirkten fast wie gezeichnete Linien.

Architektur und Natur bildeten gemeinsam eine Komposition aus hellem Holz, dunklen Zweigen und leuchtenden Blüten.

Diese Rosen gaben mir neue Ideen für florale Werke, in denen Blüten und gewachsene Strukturen stärker miteinander verbunden sind.

Flåm und Stavanger zeigten zwei unterschiedliche Formen von Schönheit: in Flåm still und verletzlich, in Stavanger üppig und selbstbewusst.

Beides gehört zu meiner Vorstellung von Floral Glamourism.


Ekaterina Moré skizziert während der Fahrt mit AIDAprima vor einem norwegischen Fjord

10. Fjorde, Regen und wechselndes Licht

Die Reise war keine ununterbrochene Postkartenidylle.

Es regnete häufig, Wolken lagen tief über den Bergen und manche Landschaften verschwanden fast im Nebel. Gerade dadurch wirkten die Fjorde geheimnisvoll und ständig in Bewegung.

Die gedämpfte Umgebung ließ einzelne Farben besonders stark hervortreten: das Rot einer Mohnblume, das Gelb einer Fassade oder das Grün eines Gartens.

Diese nordische Farbwelt zeigte mir, dass ein Bild nicht immer viele intensive Farben braucht. Manchmal genügt ein einzelner Ton, der sich gegen eine ruhigere Umgebung behauptet.

Auch der Kontrast zwischen draußen und drinnen prägte die Reise: vor den Fenstern stille Fjorde und wechselndes Licht, an Bord Gespräche, Musik und Veranstaltungen.

Die Landschaft wurde so zu einem Gegenraum, in dem der Blick weiter und die Gedanken leiser wurden.


Florale Originalgemälde von Ekaterina Moré mit Blüten, Iris und Orangen in der Kunstgalerie der AIDAprima

11. Was ich über die Wirkung meiner Kunst gelernt habe

Die Reise zeigte mir deutlicher, wie unterschiedlich Menschen auf Frauenbilder und florale Werke reagieren.

Bei meinen Frauenbildern geht es in den Gesprächen häufig um Weiblichkeit, Haltung und Ausstrahlung. Die Blumenbilder öffneten andere Erinnerungsräume: Gärten, Reisen, Jahreszeiten und Menschen, mit denen bestimmte Pflanzen verbunden sind.

Besonders überrascht hat mich, wie unmittelbar die floralen Motive persönliche Geschichten auslösten. Blauregen erinnerte an den Comer See, Hortensien an üppige Gärten und Rosen an vertraute Orte.

Die ersten Verkäufe bestätigten mir, dass diese neue Werkreihe einen eigenen Zugang zu meiner Kunst eröffnet. Vor allem die kleineren Formate ließen sich leichter in das Zuhause integrieren und blieben dennoch echte handgemalte Unikate.

Frauenbilder und florale Werke sind deshalb keine konkurrierenden Welten. Sie öffnen unterschiedliche Türen, führen aber zu ähnlichen Themen: Schönheit, Erinnerung, Entwicklung und die Frage, womit wir uns in unserem Leben umgeben möchten.

Kunst kann äußere Probleme nicht lösen.

Aber sie kann die Atmosphäre eines Raumes verändern – und manchmal auch den Zustand, in dem wir uns darin bewegen.


Ekaterina Moré arbeitet bei einer Live-Malerei auf AIDAprima vor Publikum an einem Frauenbild

12. Was nach der Reise im Atelier weiterlebt

Nach der Rückkehr blieben viele Bilder und Eindrücke: Jugendstilfassaden, rote Mohnblumen, Apfelbäume, Rosen an weißen Holzhäusern, neblige Fjorde und die Aufnahmen von Nina.

Noch wichtiger waren jedoch die Gedanken, die sich erst langsam ordnen.

Die Ausstellung von Tyra Kleen verstärkte meine Beschäftigung mit weiblicher Mystik, Symbolik und archetypischen Motiven. In einer kleinen Glasmanufaktur kaufte ich außerdem einen Glasvogel. Als altes Symbol für die Seele verbindet er sich unmittelbar mit einem zentralen Thema meiner Frauenbilder.

In ersten Skizzen begann ich, Vögel mit weiblichen Figuren, Blumen und alchemistischen Motiven zu verbinden. Noch ist nicht klar, wie sich diese neue Bildwelt entwickeln wird.

Ich möchte sie nicht erzwingen.

Die Norwegenreise hat keine fertige Serie hervorgebracht. Aber sie hat etwas geöffnet: eine stärkere Verbindung aus Natur, Weiblichkeit und Symbolik.

Nun müssen sich diese Eindrücke im Atelier von der Reise lösen, bevor daraus etwas Eigenes entstehen kann.

Die Reise endete in Hamburg.

Einige ihrer Bilder haben jedoch gerade erst begonnen.


AIDAprima vor einer norwegischen Fjordlandschaft während der Künstlerreise von Ekaterina Moré

13. Häufige Fragen zu meiner Künstlerreise mit AIDAprima

Kann man bei einer Künstlerreise auf AIDA beim Malen zuschauen?

Ja. Während meiner Reise mit AIDAprima konnten Gäste die Entstehung meiner Werke bei der Live-Malerei im Theatrium und beim Arbeiten in der Kunstgalerie verfolgen. Zusätzlich gab es ein Künstlergespräch und eine Vernissage.

Entstehen die gezeigten Originalgemälde vollständig an Bord?

Nicht immer. Einige Arbeitsschritte bereite ich bereits in meinem Atelier vor. Bei den floralen Bildern galt das besonders für die Metallfolien. An Bord entwickelte und vollendete ich die Werke weiter und sammelte zugleich neue Ideen für spätere Arbeiten.

Welche Kunstwerke eignen sich für den Einstieg in Originalkunst?

Kleinere Originalgemälde sind oft leichter in bestehende Räume zu integrieren und ermöglichen einen zugänglicheren Einstieg. Sie bleiben dennoch handgemalte Unikate mit individuellen Farbschichten, Strukturen und Oberflächen.

Mehr darüber, wie Kunstpräsentationen, Auktionen und der Erwerb eines Werkes an Bord funktionieren, erfährst du in meinem Beitrag über die AIDA Kunstgalerie.


Künstlergespräch mit Ekaterina Moré vor Publikum im Theatrium der AIDAprima

Meine Originalwerke auf AIDA 

Meine Frauenbilder und floralen Originalwerke sind in den AIDA Kunstgalerien vertreten. Da nicht alle Werke dauerhaft auf jedem Schiff ausgestellt werden, kannst du das Galerieteam gezielt nach Ekaterina Moré fragen.

Du interessierst dich für ein persönliches Auftragsbild? Gerne berate ich dich unverbindlich: info@ekaterina-more.com

Online-Galerie

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