Es gibt eine Form von Einsamkeit, die nichts damit zu tun hat, ob andere Menschen da sind.
Ich kam mit 18 nach Deutschland – der Liebe wegen. Ich hatte viele Hoffnungen, aber natürlich auch Ängste. Vor mir lag ein neues Leben, und ich wusste damals noch nicht, wie anders sich vieles anfühlen würde.
Es war nicht nur eine andere Sprache. Die Mentalität war anders, der Alltag, die Art miteinander zu sprechen, Gewohnheiten, Lebensweisen. Vieles, was für andere vollkommen selbstverständlich war, kannte ich nicht. Ich musste diese neue Welt erst verstehen.
Einige Jahre später war ich verheiratet und junge Mutter. Mein Alltag war voller Aufgaben und Verantwortung, und ich war keineswegs allein. Trotzdem kann man sich unter solchen Umständen einsam fühlen. Nicht unbedingt, weil Menschen fehlen, sondern weil das Vertraute fehlt – dieses selbstverständliche Gefühl, die Welt um sich herum zu verstehen und ein Teil von ihr zu sein.
In dieser Zeit wurde die Malerei für mich immer wichtiger.
Damals hätte ich wahrscheinlich nicht gesagt, dass ich durch Kunst nach Verbundenheit suche. Ich malte einfach. Heute sehe ich darin etwas, das mir damals vielleicht noch gar nicht bewusst war: Beim Malen musste ich mich nicht erklären. Ich musste kein richtiges Wort finden und keine fremden Regeln verstehen. Farbe, Linie und Form brauchten keine Übersetzung.
Und irgendwann geschah etwas, womit ich damals nicht gerechnet hatte. Gerade diese Bilder, die zunächst in meinem eigenen kleinen Kosmos entstanden, brachten andere Menschen zu mir. Menschen, die etwas darin wiedererkannten, ähnlich empfanden oder sich von derselben Vorstellung von Weiblichkeit, Schönheit oder Sehnsucht angesprochen fühlten.
Vielleicht ist das eine der erstaunlichsten Eigenschaften von Kunst:
Aus etwas, das einmal in der Einsamkeit entstanden ist, kann Verbindung werden.
1. Was haben Kunst und Einsamkeit miteinander zu tun?
Ein Gemälde kann Einsamkeit nicht beseitigen. Es ersetzt keinen Menschen, keine Freundschaft, keine Berührung und kein Gespräch.
Und trotzdem kann Kunst einem inneren Empfinden eine sichtbare Form geben.
Manchmal stehen wir vor einem Bild und erkennen etwas darin, das wir selbst kennen. Vielleicht eine Stimmung, eine Sehnsucht, eine Erinnerung oder eine Vorstellung davon, wie wir gern leben würden. Der Künstler kennt uns nicht, und trotzdem scheint er etwas berührt zu haben, das auch zu uns gehört.
Darin liegt für mich eine besondere Form von Nähe.
Sie muss nicht einmal zwischen zwei Menschen entstehen, die sich persönlich kennen. Manchmal beginnt Verbindung viel früher: Zwei Menschen schauen auf dasselbe Bild und empfinden darin etwas Ähnliches.
Vielleicht ist das auch ein Grund, warum uns manche Kunst so lange beschäftigt. Wir begegnen darin nicht nur dem Künstler. Manchmal begegnen wir einem Teil von uns selbst.
2. Wenn man unter Menschen ist und sich trotzdem fremd fühlt
Lange habe ich Einsamkeit vor allem mit Alleinsein verbunden. Erst in dieser Zeit begann ich zu verstehen, dass beides etwas sehr Unterschiedliches sein kann.
Ich hatte meine kleine Familie, einen Alltag voller Aufgaben und Menschen um mich herum. Und trotzdem fehlte mir manchmal dieses schwer zu beschreibende Gefühl von Zugehörigkeit.
Vielleicht entsteht Einsamkeit manchmal genau dort: nicht weil niemand da ist, sondern weil das Vertraute fehlt. Weil man noch nicht selbstverständlich versteht, wie Menschen denken, worüber sie lachen, was zwischen den Worten gemeint ist.
Gleichzeitig habe ich damals etwas anderes erfahren: Man kann allein sein und sich verbunden fühlen.
Bei mir geschah das erstaunlich oft beim Malen.

3. Beim Malen musste ich kein Wort suchen
Beim Malen entstand etwas, das ich außerhalb dieser Welt damals noch suchte: ein Gefühl von Selbstverständlichkeit.
Ich musste mich nicht fragen, ob ich etwas richtig verstanden hatte. Ich musste niemandem erklären, warum eine bestimmte Farbe für mich wichtig war oder weshalb mich eine Frauenfigur beschäftigte. Auf der Leinwand konnte ich einfach entscheiden.
Vielleicht war das einer der Gründe, warum die Malerei immer mehr Raum in meinem Leben bekam. Sie war kein Ersatz für die Welt außerhalb meines Ateliers. Aber sie war ein Ort, an dem ich nicht fremd war.
Während ich malte, entstand nach und nach etwas, das ich damals noch gar nicht als eigene Bildwelt verstanden hätte. Bestimmte Farben kehrten wieder. Frauen wurden zu meinem wichtigsten Motiv. Mich beschäftigten Sinnlichkeit, Bewegung, Beziehungen, Schönheit und diese schwer zu erklärende Präsenz, die ein Mensch ausstrahlen kann.
Ich begann nicht mit einer fertigen Philosophie.
Vieles von dem, was ich heute über meine Kunst sagen kann, habe ich zuerst gemalt und erst später verstanden.
4. Manchmal verstehen Bilder etwas, bevor wir es selbst verstehen
Ich glaube nicht, dass Kunst immer erklärt werden muss.
Natürlich kann man über Komposition, Farbe, Stil und Kunstgeschichte sprechen. Das interessiert mich selbst sehr. Aber unsere erste Reaktion auf ein Bild entsteht oft früher.
Man bleibt stehen.
Vielleicht schaut man noch einmal hin.
Und manchmal weiß man nicht einmal genau, warum.
Warum berührt uns ein bestimmtes Gesicht, während ein anderes uns vollkommen kalt lässt? Warum können wir an zehn Gemälden vorbeigehen und beim elften plötzlich langsamer werden?
Manchmal gibt es eine konkrete Erinnerung. Häufig ist es viel diffuser. Eine Farbe, eine Haltung, ein Blick oder eine Atmosphäre berührt etwas, das wir noch gar nicht formuliert haben.
Vielleicht liegt darin eine besondere Form von Kommunikation.
Ein Künstler bringt etwas in die Welt, ohne zu wissen, wer diesem Bild eines Tages begegnen wird. Jahre später steht ein vollkommen fremder Mensch davor und entdeckt darin etwas Eigenes.
Das empfinde ich bis heute als eines der faszinierendsten Dinge an meinem Beruf.

5. Aus Einsamkeit wurde Verbindung
Als meine Bilder ihren Weg zu anderen Menschen fanden, veränderte sich für mich etwas.
Menschen schrieben mir über meine Gemälde. Sie kamen zu Ausstellungen und erzählten mir, was sie darin sahen. Später kamen Sammler hinzu, manche begleiteten meine Arbeit über viele Jahre.
Dabei bemerkte ich etwas, das mich bis heute beschäftigt: Oft verbindet Menschen, die auf dieselbe Kunst reagieren, mehr als bloßer „Geschmack“.
Vielleicht berührt sie eine ähnliche Vorstellung von Weiblichkeit. Vielleicht empfinden sie dieselbe Sehnsucht nach Farbe, Eleganz, Freiheit oder Sinnlichkeit. Andere reagieren auf eine Haltung, einen Blick oder eine Atmosphäre, ohne genau sagen zu können, warum.
Wir müssen dafür nicht dieselbe Lebensgeschichte haben.
Eine Frau kann in einem meiner Bilder etwas entdecken, das sie aus sich selbst kennt – oder vielleicht etwas, das sie wieder stärker spüren möchte. Ein Mann erkennt darin möglicherweise eine Vorstellung von Weiblichkeit, die ihn schon lange fasziniert. Und manchmal verbindet uns einfach ein ähnliches ästhetisches Empfinden.
Gerade das finde ich an Kunst so erstaunlich.
Ein Bild entsteht zunächst aus der Wahrnehmung eines einzelnen Menschen. Und irgendwann kann es zu einem Ort werden, an dem sich vollkommen Fremde in etwas wiedererkennen.
Vielleicht ist „Geschmack“ deshalb tatsächlich ein zu kleines Wort.
Denn es geht nicht nur darum, ob wir dieselben Farben mögen. Kunst kann Menschen zusammenbringen, die ähnliche Fragen beschäftigen, die etwas Ähnliches schön finden oder deren Sehnsüchte an einem bestimmten Punkt aufeinander treffen.
So wurde die Malerei, die mir zunächst einen eigenen Raum gegeben hatte, später zu einer Verbindung mit anderen Menschen.

6. Was Verbundenheit in meinen Frauenbildern bedeutet
Die Frau steht seit vielen Jahren im Zentrum meiner Kunst.
Nicht, weil ich eine einzige Vorstellung davon hätte, wie Weiblichkeit aussehen sollte. Im Gegenteil: Je länger ich mich damit beschäftige, desto weniger interessiert mich eine eindeutige Definition.
Meine Frauen können sinnlich sein, selbstbewusst, ruhig, verspielt, elegant oder vollkommen in ihre eigene Welt versunken. Manchmal erscheinen sie wie reale Frauen, manchmal eher wie Symbolfiguren.
Mich beschäftigt dabei immer wieder die Frage, was geschieht, wenn wir einer solchen Figur begegnen.
Schauen wir nur auf sie?
Oder beginnt irgendwann etwas zwischen Bild und Betrachter zu entstehen?
Vielleicht erkennen wir einen eigenen Wunsch darin. Vielleicht eine Erinnerung. Vielleicht gefällt uns zunächst nur die Haltung eines Kopfes oder das Zusammenspiel bestimmter Farben. Und erst später merken wir, dass uns das Bild aus einem anderen Grund nicht loslässt.
Verbundenheit muss in meiner Kunst deshalb nicht immer zwei Menschen zeigen, die sich nahe sind.
Eine Frau mit geschlossenen Augen kann ebenso davon erzählen – vielleicht von einer Verbindung zu sich selbst. Zwei Figuren können Nähe ausdrücken. Eine einzelne Frau kann durch ihre Haltung etwas verkörpern, das jemand aus seinem eigenen Leben kennt.
Mir ist wichtig, diese Bedeutung nicht vollständig festzulegen.
Ich möchte einem Menschen vor meinen Bildern nicht erklären, was er fühlen soll. Ein Gemälde braucht für mich genügend Offenheit, damit die eigene Geschichte des Betrachters darin Platz findet.
Vielleicht entsteht genau dort die eigentliche Verbindung.

7. Bewegung, Verbindung und mein späterer Flowismus
Damals, in meinen ersten Jahren in Deutschland, gab es den Begriff Flowismus in meiner Kunst noch nicht.
Und ich möchte im Nachhinein keine zu perfekte Entstehungsgeschichte daraus machen. Ein eigener Stil entsteht selten in einem einzigen Moment. Er entwickelt sich aus Erfahrungen, Einflüssen, Versuchen und manchmal auch aus Umwegen.
Trotzdem erkenne ich rückblickend etwas wieder.
Mich haben Bewegung und Verbindung immer beschäftigt.
Linien, die weiterlaufen. Formen, die nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern ineinandergreifen. Figuren, die Teil eines größeren Rhythmus werden.
Diese Gedanken wurden später für meinen Flowismus wichtig.
Auch meine Faszination für den Jugendstil gehört dazu, mit seinen fließenden Linien und organischen Formen. Andere Einflüsse kamen hinzu, darunter meine Beschäftigung mit Kubismus und mit der Frage, wie weit sich eine Figur verändern lässt, ohne ihre Wirkung zu verlieren.
Der Flowismus entstand also nicht als Theorie über Einsamkeit.
Aber heute erkenne ich darin etwas, das mir persönlich wichtig geblieben ist: Nichts steht vollkommen für sich allein. Formen reagieren aufeinander. Eine Linie verändert die nächste. Aus einzelnen Elementen entsteht ein Zusammenhang.
Vielleicht ist das eine der Stellen, an denen sich Leben und Malerei für mich berühren.
8. Kann Kunst gegen Einsamkeit helfen?
Kunst kann Einsamkeit nicht einfach „wegmachen“. Ein Gemälde ersetzt keine Freundschaft und keine menschliche Nähe. Ich glaube auch nicht an das Versprechen, dass Kunst Probleme lösen kann, für die wir in Wirklichkeit andere Menschen brauchen.
Aber Kunst kann begleiten.
Sie kann einen Raum verändern, in dem wir täglich leben. Sie kann Erinnerungen wecken, Gedanken auslösen oder uns mit einer anderen Sicht auf etwas konfrontieren.
Und manchmal kann sie einem Gefühl eine Form geben, für das wir selbst noch keine Worte gefunden haben.
Für mich persönlich war die Malerei in einer Phase meines Lebens eine Möglichkeit, mich auszudrücken, als vieles um mich herum noch fremd war.
Später wurde aus diesem Ausdruck mein Beruf – und daraus entstanden Begegnungen mit Menschen, die ich ohne meine Bilder niemals kennengelernt hätte.
Für mich liegt die Bedeutung dieser Erfahrung deshalb nicht darin, dass Kunst ein Problem gelöst hätte.
Sie hat etwas anderes getan: Sie hat Ausdruck ermöglicht. Und aus diesem Ausdruck konnte Verbindung entstehen.
9. Warum wir zu manchen Bildern eine Beziehung entwickeln
Was mich an Originalkunst besonders fasziniert, ist, wie sich unsere Beziehung zu einem Bild mit der Zeit verändern kann.
Wenn ein Gemälde bei uns zu Hause hängt, sehen wir es immer wieder, oft über viele Jahre. Dabei bleibt das Werk dasselbe, aber wir selbst verändern uns. Dadurch kann auch der Blick auf das Bild ein anderer werden.
Manchmal fällt morgens eine Farbe stärker auf, abends wirkt ein Ausdruck plötzlich anders. Vielleicht entdecken wir nach Monaten ein Detail, das wir vorher kaum beachtet haben. Und irgendwann verbinden sich mit dem Gemälde Erinnerungen an eine bestimmte Lebensphase, an einen Ort oder an Menschen, die in dieser Zeit wichtig waren.
Vielleicht ist das einer der Gründe, warum die Entscheidung für Kunst so persönlich werden kann.
Natürlich überlegen wir, welche Größe passt, welche Farben mit einem Raum harmonieren und wo ein Werk hängen könnte. All das spielt eine Rolle. Aber bei einem Bild, das uns wirklich berührt, entscheidet häufig noch etwas anderes.
Wir möchten genau dieses Werk um uns haben.
Ich habe im Laufe der Jahre oft erlebt, dass Menschen auf einer Ausstellung immer wieder zu einem bestimmten Bild zurückkehren. Ein anderes Gemälde könnte genauso gut in ihren Raum passen, vielleicht sogar besser. Trotzdem zieht es sie zu diesem einen Werk.
Manchmal sagen sie dann: „Ich weiß nicht genau warum, aber dieses Bild hat etwas mit mir zu tun.“
Diesen Satz finde ich sehr schön, weil er etwas beschreibt, das sich kaum rational erklären lässt.
Vielleicht kaufen wir manche Bilder nicht nur, weil wir sie ästhetisch mögen. Vielleicht erkennen wir darin etwas, das uns vertraut ist, etwas, wonach wir uns sehnen oder das wir in unserem Leben bewahren möchten.
Und damit schließt sich für mich der Kreis zu meiner eigenen Geschichte.
Deutschland ist längst nicht mehr die fremde Welt, in die ich mit 18 gekommen bin. Es wurde mein Zuhause, und die Malerei wurde mein Beruf. Aber eine Erfahrung aus dieser Zeit ist geblieben: das Wissen, dass wir nicht immer Worte brauchen, um einander zu verstehen.
Bis heute erzählen mir Menschen Dinge über meine Bilder, an die ich beim Malen selbst nie gedacht habe. Manche beschäftigen sich mit ähnlichen Fragen über Weiblichkeit wie ich. Andere reagieren auf Farben, Stimmungen oder auf Erinnerungen aus ihrem eigenen Leben.
Gerade das gefällt mir. Ich möchte nicht, dass alle in meinen Bildern dasselbe sehen.
Vielleicht begegnen sich in einem Gemälde einfach zwei Wahrnehmungen: meine, aus der es entstanden ist, und die eines Menschen, der irgendwann davorsteht.
Aus etwas, das einmal in der Einsamkeit entstanden ist, kann Verbindung werden.
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➤ Artikel: "Flow trifft Flowismus: Der Weg zu kreativer Leichtigkeit"
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Häufige Fragen zu Kunst, Einsamkeit und Verbundenheit
Kann Kunst gegen Einsamkeit helfen?
Kunst kann Einsamkeit nicht beseitigen und menschliche Beziehungen nicht ersetzen. Sie kann aber Gefühle ausdrücken, Erinnerungen ansprechen und das Empfinden entstehen lassen, mit einer Erfahrung oder Sehnsucht nicht vollkommen allein zu sein. In meinem eigenen Leben wurde die Malerei außerdem zu einer Möglichkeit, über meine Bilder mit anderen Menschen in Verbindung zu kommen.
Warum können Kunstwerke ein Gefühl von Verbundenheit auslösen?
Weil wir in Bildern etwas wiedererkennen können, das mit unseren eigenen Erfahrungen, Vorstellungen oder Sehnsüchten zusammenhängt. Künstler und Betrachter müssen dabei weder dieselbe Lebensgeschichte noch dieselbe Interpretation haben. Manchmal reicht ein ähnliches emotionales oder ästhetisches Empfinden.
Warum berühren uns manche Gemälde stärker als andere?
Unsere Beziehung zu Kunst hängt nicht nur von Stil oder handwerklicher Ausführung ab. Erinnerungen, Erfahrungen, ästhetische Vorlieben und die eigene Lebenssituation spielen ebenfalls eine Rolle. Deshalb kann dasselbe Gemälde einen Menschen tief beschäftigen und einen anderen kaum erreichen.
Kann Kunst Gefühle ausdrücken, für die uns Worte fehlen?
Diese Erfahrung habe ich selbst gemacht. Als Sprache und Umgebung für mich noch fremd waren, konnte ich beim Malen etwas ausdrücken, ohne es vorher formulieren zu müssen. Auch beim Betrachten eines Bildes erkennen wir manchmal eine Stimmung oder ein Gefühl, bevor wir einen Namen dafür finden.
Wie kann Kunst Menschen miteinander verbinden?
Kunst kann einen gemeinsamen Bezugspunkt schaffen. Menschen können auf dasselbe Bild reagieren, weil sie eine ähnliche Ästhetik lieben, ähnliche Fragen beschäftigen oder sie darin eine eigene Sehnsucht wiedererkennen. Sie müssen sich dafür nicht kennen und das Werk auch nicht identisch interpretieren.
Was bedeutet Verbundenheit in der Kunst von Ekaterina Moré?
Verbundenheit erscheint in meinen Bildern auf unterschiedliche Weise. Sie kann zwischen Figuren entstehen, aber ebenso in einer einzelnen Frau sichtbar werden – als Beziehung zu sich selbst, zur eigenen Weiblichkeit, zu einer Erinnerung oder zu einer Sehnsucht. Auch in meinen fließenden Formen und Linien interessiert mich immer wieder, wie einzelne Elemente miteinander in Beziehung treten.
Kunst, zu der eine persönliche Verbindung entsteht
Nicht jedes Gemälde muss uns berühren. Vielleicht wäre Kunst sogar langweilig, wenn es anders wäre.
Aber wenn ein Bild uns immer wieder zurückschauen lässt, beginnt etwas Interessantes.
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