Manchmal betrete ich einen Raum und sehe sofort: Hier ist vieles richtig gemacht worden.
Die Materialien passen zusammen, das Licht ist gut, die Möbel sind sorgfältig ausgewählt. Farben und Proportionen stimmen. Und trotzdem bleibt später kaum etwas in Erinnerung.
Vielleicht liegt es daran, dass Schönheit allein noch keine Persönlichkeit schafft.
Gerade bei hochwertigen Interiors sehe ich Kunst oft erst ganz am Ende eines Projekts auftauchen. Die Räume sind bereits geplant, Möbel und Leuchten stehen fest. Dann bleibt eine freie Wand und die Frage: Was hängen wir dort hin?
Mich interessiert die umgekehrte Frage viel mehr:
Was kann Kunst zu einem Raum beitragen, wenn sie nicht nur eine freie Wand füllen soll?
Genau dort beginnt für mich die Zusammenarbeit mit Innenarchitekten und Interior Designern.
Manchmal ist eines meiner bestehenden Werke bereits genau richtig. Manchmal braucht ein Raum ein besonderes Format oder eine eigens entwickelte Arbeit. Bei größeren Projekten kann daraus auch eine zusammenhängende Bildserie entstehen.
Dabei geht es mir nicht darum, Farben, Materialien oder den Stil des Interiors einfach im Bild zu wiederholen. Viel interessanter finde ich die Frage, was einen Ort besonders macht und welche zusätzliche Stimmung oder Spannung ein Kunstwerk dort entstehen lassen kann.
Denn vielleicht ist das stärkste Bild für einen Raum nicht das, das sich möglichst unauffällig einfügt.
Vielleicht ist es das, das ihm etwas gibt, das vorher noch nicht da war.

1. Wenn Kunst Teil der Raumidee wird
Bei der Planung eines Interiors wird sehr genau über Materialien, Licht, Proportionen und Blickachsen nachgedacht. Kunst kommt dagegen erstaunlich häufig erst später dazu.
Dabei kann ein Gemälde die Wahrnehmung eines Raumes stark verändern. Es kann den Blick führen, einer großen Wand Ruhe geben oder einen bewussten Gegenpol zu einer sehr klaren Architektur schaffen.
Für mich beginnt die Arbeit deshalb nicht mit der Frage, welche Farbe das Bild haben soll.
Viel interessanter ist:
Was soll dieser Raum ausstrahlen?
Soll er ruhig und zurückhaltend sein? Sinnlich, elegant oder kraftvoll? Soll es einen Ort geben, der überrascht und an den man sich später besonders erinnert?
Natürlich spielen Farben und Materialien dabei eine Rolle. Ein Gemälde begegnet Holz, Stein, Stoffen, Metall und Licht. Aber es sollte seine eigene Stimme behalten.
Manchmal greift ein Werk eine Farbe aus dem Interior auf. Manchmal braucht eine ruhige Architektur gerade ein Bild mit mehr Energie. Und manchmal ist es umgekehrt: Ein Raum mit vielen starken Materialien wird durch eine ruhigere Arbeit interessanter.
Mich fasziniert genau diese Beziehung.
Nicht die perfekte Anpassung, sondern der Moment, in dem Raum und Kunst anfangen, miteinander zu funktionieren.

2. Warum Originalkunst für Interior Designer interessant ist
Für mich liegt gerade in der direkten Zusammenarbeit ein besonderer Reiz. Ich vermittle nicht zwischen einem Interior Designer und einer großen Auswahl verschiedener Künstler, sondern bringe meine eigene Bildsprache in das Projekt ein. Dadurch kann aus einem bestehenden Werk, einer Auftragsarbeit oder einer Serie eine zusammenhängende künstlerische Idee entstehen, die sich durch den Raum zieht.
Viele Dinge in einem hochwertigen Interior können auch an einem anderen Ort wieder auftauchen. Eine besondere Leuchte, ein Möbelstück, ein Naturstein oder eine Armatur bleibt ein Produkt, das grundsätzlich mehrfach verwendet werden kann.
Bei einem Originalgemälde ist das anders.
Es gibt genau dieses eine Werk.
Gerade darin liegt für mich ein besonderer Wert von Originalkunst im Interior Design. Sie kann einem Projekt etwas geben, das sich nicht aus einem Katalog bestellen lässt.
Das bedeutet nicht, dass jeder Raum ein spektakuläres Kunstwerk braucht. Manchmal genügt ein einziges Bild an der richtigen Stelle. Aber dieses eine Werk kann den Unterschied zwischen einem sehr schönen und einem wirklich individuellen Raum ausmachen.
Für Innenarchitekten und Interior Designer ist das vor allem dann interessant, wenn sie ihren Kunden etwas anbieten möchten, das nicht überall zu sehen ist.
Das betrifft aus meiner Sicht gerade auch kleinere und mittelgroße Interior-Studios. Nicht jedes Projekt kann mit eigens entworfenen Möbeln oder komplett individuell produzierten Objekten ausgestattet werden. Ein Originalgemälde oder eine speziell entwickelte Bildserie kann trotzdem eine sehr persönliche Ebene hineinbringen.
Kunst als Teil der eigenen Projekt-Handschrift
Jeder gute Interior Designer entwickelt mit der Zeit eine eigene Handschrift. Man erkennt bestimmte Entscheidungen wieder, einen Umgang mit Materialien oder Farben, vielleicht auch einen besonderen Blick für Details.
Kunst kann diese Handschrift ergänzen, ohne sie zu kopieren.
Der Raum bleibt die gestalterische Arbeit des Interior Designers und das Gemälde meine Arbeit als Künstlerin. Gerade diese Eigenständigkeit finde ich wichtig. Wenn beides gut zusammenspielt, entsteht keine vollständig durchgestylte Kulisse, sondern ein Raum mit Spannung und Persönlichkeit.
Hinzu kommt etwas, das bei individuell entwickelter Kunst oft erst später sichtbar wird: die Geschichte hinter dem Werk.
Warum entstand gerade dieses Format? Was verbindet das Motiv mit dem Ort? Wie wurde eine Serie entwickelt?
Solche Fragen können Teil einer Projektpräsentation werden, auf einer Website oder in Social Media aufgegriffen werden und – je nach Projekt – auch Stoff für weitere Kommunikation bieten. Nicht als künstlich erfundene Geschichte, sondern weil tatsächlich etwas Eigenes für diesen Ort entstanden ist.
Mehr dazu:
➤ Zum Artikel: "Kunst für Hotels – Originalkunst für Boutique Hotels und Hospitality Interiors"
➤ Zum Artikel: "Kunst für Arztpraxen und Kliniken – wie Gesundheitsräume Vertrauen und Wohlbefinden fördern können"

3. Worauf ich bei einem Interior-Projekt achte
Wenn ich einen Raum betrachte, interessieren mich einige Dinge besonders.
Architektur und Blickachsen
Wo begegnen Menschen einem Bild?
Wird es bereits beim Betreten des Raumes sichtbar oder entdeckt man es erst später? Eine Wand, die aus großer Entfernung wahrgenommen wird, braucht eine andere Lösung als ein Werk in einem kleineren, intimeren Bereich.
Diese Blickachsen entscheiden mit darüber, wie präsent ein Bild sein darf und welches Format funktioniert.
Proportion und Format
Manchmal ist das Format wichtiger als das Motiv.
Eine hohe, schmale Wand kann nach einem ungewöhnlichen Hochformat verlangen. An anderer Stelle wirkt vielleicht ein einziges großes Werk stärker als mehrere kleine Bilder.
Gerade hier können Sonderformate interessant werden, weil Standardgrößen nicht immer zu den Proportionen einer Architektur passen.
Materialien, Farben und Licht
Natürlich sehe ich mir auch die Materialien und das Farbklima eines Raumes an. Holz wirkt anders mit einem Bild als kühler Stein oder Metall. Ein Rot verändert sich je nach Umgebung und Licht.
Auch Tageslicht und künstliche Beleuchtung spielen eine Rolle, besonders bei intensiven Farben, glänzenden Oberflächen oder Goldelementen.
Dabei versuche ich nicht, alle Farben des Interiors im Gemälde wiederzufinden. Manchmal entsteht die schönste Verbindung gerade durch eine kleine Abweichung oder einen bewussten Kontrast.
Die Nutzung des Raumes
Ein Restaurant stellt andere Anforderungen als eine Privatklinik. Eine Hotellobby funktioniert anders als ein Schlafzimmer oder ein ruhiger Wartebereich.
Für mich gibt es deshalb keine einfache Formel dafür, welche Kunst in welchen Raum gehört.
Entscheidend ist, wie dieser Ort genutzt wird und welche Atmosphäre dort entstehen soll.
Kunst darf zum Raum gehören, ohne Kunst passend zum Sofa zu werden.

4. Welche Form der Originalkunst passt zum Projekt?
Nicht jedes Projekt braucht automatisch eine neu entwickelte Auftragsarbeit. Im Grunde gibt es drei Möglichkeiten, die ich gemeinsam mit einem Interior Designer betrachten würde.
Ein bestehendes Originalgemälde
Manchmal ist unter meinen vorhandenen Arbeiten bereits ein Werk, das sehr selbstverständlich in einen Raum passt.
Das hat den Vorteil, dass Größe, Oberfläche und tatsächliche Farbwirkung bereits feststehen. Das Bild kann direkt im Raum visualisiert werden und man sieht schnell, ob die Proportion funktioniert.
Ich mag solche überraschenden Begegnungen sehr. Ein Werk, das unabhängig von einem bestimmten Ort entstanden ist, kann in einem Interior plötzlich wirken, als wäre es genau dafür gedacht gewesen.
Eine Auswahl von vorhandenen Originalwerken finden Sie in meiner Online-Galerie
Eine individuelle Auftragsarbeit
Wenn eine Wand besondere Proportionen hat oder eine bestimmte Bildidee innerhalb meiner künstlerischen Welt weiterentwickelt werden soll, kann eine individuelle Arbeit sinnvoll sein.
Dabei ist mir wichtig, dass das Projekt auch künstlerisch zu meiner Arbeit passt.
Ich verstehe eine Auftragsarbeit deshalb nicht als bloße Bestellung, sondern als Zusammenarbeit: Der Raum und das Interior geben einen Rahmen, innerhalb dessen genug Freiheit für ein eigenständiges Gemälde bleiben muss.
Eine zusammenhängende Bildserie
Bei größeren Projekten kann es sinnvoll sein, mehrere Werke miteinander zu verbinden.
Das heißt nicht, dass alle Bilder gleich aussehen müssen. Oft ist das Gegenteil interessanter.
Eine Serie kann über Farben, bestimmte Formen, Motive oder eine gemeinsame Atmosphäre zusammengehalten werden. So entsteht ein visueller Faden zwischen verschiedenen Räumen, ohne dass die Werke wie ein perfekt abgestimmtes Set wirken.
Gerade in Hotels, Praxen oder größeren Wohnprojekten kann das eine sehr schöne Lösung sein.

5. Kunst nach Maß – aber nicht passend zum Sofa
Der Ausdruck „Kunst nach Maß“ klingt schnell so, als könne man ein Gemälde genauso konfigurieren wie ein Möbelstück: Größe wählen, Farbe bestimmen, Motiv festlegen – fertig.
So arbeite ich nicht.
Natürlich können bei einer individuellen Arbeit besondere Formate und Sondergrößen entstehen. Ich kann eine bestimmte Farbrichtung aufnehmen, eine ruhigere oder kraftvollere Bildwirkung entwickeln oder ein florales beziehungsweise figuratives Motiv innerhalb meiner eigenen Bildwelt weiterdenken.
Auch zusammenhängende Serien oder Variationen einer bestehenden Bildidee sind möglich.
Was ich dagegen nicht möchte, ist ein Moodboard möglichst genau auf Leinwand zu übertragen.
Wenn ein Bild am Ende nur deshalb funktioniert, weil der Farbton perfekt zum Sofa passt, wäre mir das künstlerisch zu wenig.
Mich interessiert vielmehr, wie eine Arbeit sich auf einen Raum beziehen und trotzdem etwas Eigenes hineinbringen kann.
Vielleicht nimmt sie eine Farbe nur an einer kleinen Stelle auf. Vielleicht setzt sie bewusst einen Kontrast. Oder sie bringt eine organische Form in eine sehr klare Architektur.
Für mich ist das die spannendere Form von Kunst nach Maß:
nicht Kunst, die sich dem Raum unterordnet, sondern Kunst, die für diesen Ort eine besondere Beziehung entwickelt.
➤ Mehr über Originalkunst für Wohnräume erfahren

6. So kann die Zusammenarbeit mit einer Künstlerin aussehen
Für eine erste Anfrage braucht es keinen fertigen Kunstplan und auch keine perfekte Präsentation.
Viele Interior-Projekte befinden sich zu diesem Zeitpunkt noch in Bewegung. Materialien werden ausgewählt, Renderings verändern sich oder ein Raum existiert zunächst nur auf dem Papier.
Das ist kein Nachteil. Im Gegenteil: Je früher Kunst mitgedacht wird, desto mehr Möglichkeiten bleiben offen.
1. Das Projekt kennenlernen
Am Anfang steht für mich ein persönliches Gespräch.
Ich möchte verstehen, was diesen Ort besonders macht, wer ihn nutzen wird und welche Atmosphäre entstehen soll. Gibt es Bereiche, die bewusst hervorgehoben werden sollen? Gibt es eine Idee, die sich durch das gesamte Interior zieht?
Dabei zeigt sich meist schnell, ob und wie meine Arbeit zu dem Projekt passen könnte.
2. Den Raum verstehen
Hilfreich sind anschließend Informationen wie Raumfotos, Renderings, Grundrisse, Wandmaße, Material- oder Farbkonzepte und Moodboards.
Nicht alles davon ist notwendig.
Manchmal reicht bereits ein gutes Rendering und eine Beschreibung des Projekts, bei anderen Räumen sind Grundriss und Blickachsen wichtiger.
3. Eine künstlerische Richtung entwickeln
Dann schaue ich, ob eines meiner vorhandenen Originale infrage kommt oder ob eine individuelle Arbeit beziehungsweise Serie sinnvoller wäre.
Hier geht es unter anderem um Format, Position, gewünschte Präsenz und die Frage, welche meiner Bildwelten zum Projekt passen könnte.
4. Das Werk im Raum visualisieren
Gerade bei größeren Formaten finde ich eine digitale Raumvisualisierung sehr hilfreich.
Ein Gemälde kann auf einer neutralen Wand enorm wirken und an einer hohen Wand im realen Raum plötzlich viel kleiner erscheinen.
Mit einer Visualisierung lassen sich unterschiedliche Größen, Positionen und Werke vergleichen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
5. Umsetzung
Wenn die Richtung feststeht, werden Format, Werk, Zeitrahmen und weitere Details abgestimmt.
Bei einem bestehenden Original geht es dann vor allem um die konkrete Umsetzung. Bei einer Auftragsarbeit beginnt der eigentliche malerische Prozess.
Dabei bleibt trotz aller vorherigen Abstimmung immer etwas offen. Ein Gemälde entwickelt sich während des Malens weiter. Genau das gehört für mich zu einem echten Original dazu.

7. Zwei Bildwelten für unterschiedliche Räume
Meine floralen und figurativen Arbeiten haben eine unterschiedliche Präsenz. Trotzdem würde ich nie festlegen, dass eine bestimmte Bildwelt ausschließlich in einen bestimmten Raum gehört.
Viel interessanter ist, was bereits vorhanden ist und was dem Raum noch fehlt.
Floral Glamourism – organische Formen und sinnliche Farbe
Blumen begleiten meine Arbeit schon sehr lange. Mich interessieren ihre Formen, ihre Bewegung und die Möglichkeit, etwas Organisches in eine klare Bildkomposition zu bringen.
In meinen floralen Arbeiten werden Blumen oft größer, freier und teilweise fast abstrakt. Je nach Farbwelt können die Bilder sehr lebendig oder erstaunlich ruhig wirken.
Gerade in Interiors mit Stein, Holz, Glas oder zurückhaltenden Materialien kann dieser organische Gegenpol spannend sein.
Deshalb sehe ich florale Arbeiten sowohl in Hotels als auch in hochwertigen Praxen, Kliniken, Wellnessbereichen oder privaten Räumen.
Ein Blumenbild muss dabei keineswegs romantisch wirken. Es kann ebenso kraftvoll, grafisch und modern sein.
➤ Mehr über Floral Glamourism erfahren
Feminine Glamourism und Neo Deco – Persönlichkeit im Raum
Frauenporträts haben eine andere Wirkung.
Wir reagieren unmittelbar auf Gesichter und Blicke. Ein großes Porträt kann deshalb fast wie ein Gegenüber im Raum wirken und einem Ort sehr schnell Charakter geben.
Meine figurativen Arbeiten verbinden häufig klare Formen, intensive Farben und eine Art-Deco-Anmutung. Sie können elegant, sinnlich und gleichzeitig selbstbewusst sein.
Gerade in Restaurants, Bars, Lounges, Hotels oder repräsentativen Bereichen kann diese stärkere Präsenz interessant sein.
Aber auch hier gibt es keine feste Regel. Eine florale Arbeit kann in einer Bar wunderbar funktionieren und ein Frauenporträt in einem ruhigeren Umfeld überraschend stimmig sein.
Am Ende geht es nicht um die Kategorie des Motivs, sondern um die Frage:
Was soll dieser Raum bei den Menschen auslösen, die ihn betreten?
➤ Mehr über Feminine Glamourism erfahren

8. Zwei Projekte: Wie Kunst für einen konkreten Raum entsteht
Am deutlichsten lässt sich die Zusammenarbeit zwischen Kunst und Interior an konkreten Projekten zeigen. Dabei können die Anforderungen sehr unterschiedlich sein. In einem Hotelbar-Bereich geht es vielleicht um Charakter und Inszenierung, in einer Privatklinik um eine ganz andere Atmosphäre und um Werke, die über mehrere Räume hinweg eine eigene Bildwelt entwickeln.
Maritim Hotel – Frauenporträts für einen Art-Déco-Barbereich
Für einen exklusiven Bar- und Loungebereich des Maritim Hotels habe ich mehrere großformatige Originalgemälde im Art-Déco-Stil entwickelt.
Der Raum selbst hatte bereits einen sehr ausgeprägten Charakter: dunkles Holz, rote Polsterungen, Spiegel, Messingdetails und eine eher klassische, fast theatralische Atmosphäre. Die Kunst sollte deshalb nicht wie eine nachträgliche Dekoration wirken, sondern diesen Charakter aufnehmen und gleichzeitig etwas Eigenes hineinbringen.
Für die lange Loungebank entstanden vier großformatige Frauenporträts, die als zusammenhängende Gruppe funktionieren. Weitere drei Arbeiten wurden für die schmaleren Wandbereiche zwischen den Fenstern entwickelt.
Gerade die unterschiedlichen Wandflächen waren dabei interessant. Über der langen Sitzbank konnte eine richtige Bildfolge entstehen, während die schmalen Flächen zwischen den Fenstern nach vertikalen Formaten verlangten. So wurde nicht einfach ein bestehendes Bild mehrfach eingesetzt, sondern die Serie auf die Architektur des Raumes abgestimmt.
Auch die Farbwelt der Frauenbilder nimmt Elemente des Interiors auf: Rot-, Schwarz-, Grün- und warme Hauttöne verbinden sich mit den dunklen Holzflächen und den roten Sitzmöbeln. Trotzdem bleiben die Gemälde sehr präsent. Die Frauen wirken fast wie zusätzliche Persönlichkeiten in der Bar.
Genau diese Balance finde ich bei solchen Projekten spannend: Die Kunst gehört sichtbar zum Raum, ohne darin zu verschwinden.
Privatpraxis Asantae – Kunst für Empfang, Flure und Behandlungsräume
Bei der Privatpraxis Asantae war die Aufgabe eine andere.
Hier entstanden über einen längeren Zeitraum mehrere Frauenbilder speziell für den Empfangsbereich, die Flure und verschiedene Behandlungsräume. Die Arbeiten sind sinnlich und farbenfroh und sollten innerhalb der klaren Praxisarchitektur eine menschlichere, persönlichere Ebene schaffen.
Je nach Raum wurden unterschiedliche Präsentationsformen gewählt. Einige Originalarbeiten wurden hinter Glas gerahmt, andere befinden sich als Originalgemälde auf Leinwand direkt im Raum.
Besonders interessant wurde das Projekt später noch einmal nach der Renovierung des Wartezimmers.
Für diesen Bereich habe ich eine zusammenhängende Serie aus sieben stilisierten Göttinnen entwickelt. Das Thema entstand nicht zufällig: Die Bildwelt sollte einen Bezug zur Frauenheilkunde und zur Ausrichtung der Klinik herstellen.
Damit bekam die Kunst eine zusätzliche Ebene. Die Werke mussten nicht nur farblich und räumlich funktionieren, sondern konnten auch inhaltlich eine Verbindung zum Ort herstellen.
Für mich ist gerade das eine sehr schöne Möglichkeit bei individuellen Interior-Projekten. Ein Kunstkonzept kann sich aus der Architektur entwickeln, aber ebenso aus der Geschichte, Funktion oder Identität eines Ortes.
➤ Mehr dazu erfahren: "Frauenbilder für Arztpraxen – Kunst für Frauenheilkunde & Ästhetik"
Nicht der Raumtyp entscheidet, sondern die Idee dahinter
Das Maritim Hotel und die Privatpraxis Asantae könnten auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein.
In der Hotelbar tragen großformatige Art-Déco-Frauenporträts zur Inszenierung und zum besonderen Charakter des Raumes bei. Bei Asantae zieht sich die Kunst durch verschiedene Bereiche der Klinik und wurde später mit der Göttinnen-Serie sogar ganz konkret auf das Thema Frauenheilung bezogen.
Genau deshalb arbeite ich ungern mit festen Regeln wie „diese Kunst gehört in Hotels“ oder „jene Kunst eignet sich für Praxen“.
Viel interessanter ist für mich die Frage, was einen Ort besonders macht und welche künstlerische Idee daraus entstehen kann.
Das ist für mich auch der Punkt, an dem aus der Auswahl einzelner Bilder tatsächlich ein Kunstkonzept für einen Raum wird.

9. Wenn Sie ein Interior-Projekt planen
Wenn Sie für ein aktuelles oder geplantes Interior-Projekt nach eigenständiger Originalkunst suchen, können Sie mir gern erste Informationen zum Raum schicken.
Das können Fotos, Renderings, Grundrisse, Wandmaße oder ein Moodboard sein. Es reicht aber auch, wenn Sie zunächst beschreiben, worum es bei dem Projekt geht und welche Atmosphäre entstehen soll.
In einem persönlichen Gespräch schauen wir, was den Ort besonders macht und welche meiner künstlerischen Bildwelten dazu passen könnte.
Vielleicht ist eines meiner bestehenden Originalgemälde bereits die richtige Lösung. Vielleicht entsteht eine individuelle Arbeit oder eine Serie.
Wenn es sinnvoll ist, kann ich die ausgewählten Werke oder erste Ideen vorab im Raum visualisieren.
Für mich beginnt eine gute Zusammenarbeit nicht mit der Frage, welches Bild gerade verfügbar ist.
Sie beginnt mit dem Raum – und damit, was Kunst ihm geben kann.
Sie planen ein Interior-Projekt? Senden Sie mir gern erste Raumfotos, Renderings oder einige Informationen zum Projekt. Ich schaue mir an, welche meiner Arbeiten oder Bildwelten dazu passen könnten und ob eine individuelle Lösung sinnvoll wäre.
Bei geeigneten Projekten kann ich auch eine erste Raumvisualisierung erstellen.
Projekt mit mir besprechen: info@ekaterina-more.com
Häufige Fragen zur Zusammenarbeit mit Innenarchitekten und Interior Designern
Wann sollte Kunst in ein Interior-Projekt einbezogen werden?
Idealerweise wird Kunst nicht erst ganz am Ende betrachtet. Wenn wichtige Wandflächen und Blickachsen früh bekannt sind, bleiben mehr Möglichkeiten bei Format und Platzierung. Eine Integration ist aber auch problemlos möglich, wenn Materialien und Einrichtung bereits feststehen.
Arbeiten Sie direkt mit Innenarchitekten und Interior Designern zusammen?
Ja. Ich arbeite direkt mit Innenarchitekten, Interior Designern und anderen Planern zusammen, wenn meine künstlerische Bildsprache zum Projekt passt. Möglich sind vorhandene Originalgemälde, individuelle Auftragsarbeiten, Sonderformate und Serien für mehrere Räume.
Können Gemälde farblich auf ein Interior abgestimmt werden?
Ja. Farbwelten eines Interiors können bei einer individuellen Arbeit berücksichtigt werden. Dabei geht es mir nicht um ein exaktes Angleichen an Stoffe oder Wandfarben, sondern darum, eine Verbindung zum Raum zu schaffen und gleichzeitig die künstlerische Eigenständigkeit des Bildes zu erhalten.
Sind individuelle Formate und Sondergrößen möglich?
Ja. Für Interior-Projekte können individuelle Formate sinnvoll sein, wenn die Architektur besondere Proportionen verlangt. Auch größere Werke oder miteinander verbundene Arbeiten für mehrere Bereiche sind möglich.
Können Sie eine Bildserie für mehrere Räume entwickeln?
Ja. Eine Serie kann verschiedene Bereiche eines Projekts miteinander verbinden. Die Werke müssen dabei nicht identisch sein, sondern können über Farben, Formen, Motive oder eine gemeinsame Atmosphäre miteinander verwandt sein.
Welche Unterlagen benötigen Sie für eine erste Einschätzung?
Hilfreich sind Raumfotos, Renderings, Grundrisse, Wandmaße sowie Material- oder Farbkonzepte. Nicht alles davon ist notwendig. Oft reichen bereits ein gutes Rendering und einige Informationen zur gewünschten Raumwirkung.
Erstellen Sie vorab eine Raumvisualisierung?
Ja, wenn es für das Projekt sinnvoll ist. Eine digitale Raumvisualisierung hilft besonders bei größeren Formaten, Größen, Positionen und verschiedene Werke realistisch miteinander zu vergleichen, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.
Wie viel Vorlauf sollte für eine Auftragsarbeit eingeplant werden?
Das hängt von Format, Umfang und Projektphase ab. Bei individuellen Arbeiten oder Bildserien ist eine frühzeitige Anfrage sinnvoll, damit genügend Zeit für Abstimmung, Visualisierung und malerische Umsetzung bleibt. Den konkreten Zeitrahmen kläre ich für jedes Projekt individuell.



