Seit mehr als 25 Jahren male ich Frauen. Wenn ich heute ältere Bilder von mir betrachte, sehe ich natürlich vieles, was sich verändert hat. Meine Linien sind klarer geworden, manche Kompositionen ruhiger, die Frauen selbst vielleicht selbstverständlicher in ihrer Wirkung. Aber etwas ist erstaunlich konstant geblieben: Mich interessiert weniger das Porträt als Person als dieser schwer greifbare Moment, in dem eine Frau ganz bei sich zu sein scheint.
Das kann eine sehr kleine Geste sein. Wie sie den Kopf dreht. Wie eine Hand auf dem Tisch liegt. Wie sie in einem Café sitzt und offensichtlich gerade nicht versucht, irgendjemanden zu beeindrucken. Manchmal sieht man ihr Gesicht vollständig, manchmal nur ein Profil. Trotzdem entsteht eine Präsenz.
Genau danach suche ich beim Malen.
Über viele Jahre hat sich daraus eine eigene Bildwelt entwickelt, ohne dass ich sie anfangs bewusst geplant hätte. Irgendwann brauchte sie einen Namen. Ich nannte sie Feminine Glamourism.
Art Deco gehört zu ihren Wurzeln, ebenso alte Filme, Modefotografie, Plakatkunst und die elegante Grafik verschiedener Jahrzehnte. Aber ich möchte keine historische Epoche nachbauen. Mich interessiert vielmehr, was passiert, wenn sich all diese Erinnerungen mit der Gegenwart vermischen.
Ein Hut kann an die 1950er erinnern, ein Kleid an heute, ein Schmuckstück vielleicht an Art Deco. Die Frau selbst könnte genauso gut gestern in einem Pariser Café gesessen haben.
Dieses Dazwischen fasziniert mich.

1. Was bedeutet Feminine Glamourism für mich?
Als ich den Namen Feminine Glamourism fand, wollte ich keine neue kunsthistorische Kategorie erfinden. Ich suchte einen Begriff für eine Bildsprache, die längst entstanden war.
Feminine Glamourism verbindet Frauenbilder mit Einflüssen des modernen Art Deco, der Mode, des Films und einer klaren, teilweise grafischen Malweise. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frau.
Feminine Glamourism ist eine von mir, Ekaterina Moré, über viele Jahre entwickelte Bildsprache für Frauenbilder zwischen modernem Art Deco, Fashion, Film und figurativer Malerei.
Allerdings verwende ich das Wort Glamour etwas anders, als man vielleicht zunächst denkt.
Für mich bedeutet Glamour nicht automatisch Luxus, Schmuck oder Abendkleider. Eine Frau kann in einem sehr schlichten schwarzen Kleid mehr Ausstrahlung haben als jemand, der von Diamanten umgeben ist. Manchmal liegt diese Wirkung allein in ihrer Haltung oder darin, wie selbstverständlich sie einen Raum einnimmt.
Ähnlich ist es mit Sinnlichkeit.
Ich empfinde Sinnlichkeit nicht als möglichst deutliche Verführung. Sie entsteht oft gerade dort, wo nicht alles gezeigt wird. Ein freier Rücken kann sinnlicher wirken als ein tiefes Dekolleté. Eine Handbewegung kann mehr Spannung erzeugen als eine dramatische Pose. Mich reizt dieses Spiel zwischen Nähe und Distanz.
Vielleicht male ich deshalb Frauen so oft in Momenten, in denen scheinbar gar nichts Großes passiert.
Sie sitzen in einem Café, schauen aus dem Fenster, fahren Auto oder halten ein Glas Wein in der Hand. Was außen ruhig erscheint, kann innen voller Gedanken sein.
Und genau dort beginnt für mich ein Bild interessant zu werden.
Die Frau als Symbol der Seele
Die Frau ist in meinen Arbeiten deshalb nicht nur Modell.
Sie kann für sehr unterschiedliche Zustände stehen: für Selbstbewusstsein und Sehnsucht, für Genuss oder Rückzug, für Freiheit, Verletzlichkeit, Stolz oder einfach für diesen seltenen Moment, in dem man mit sich selbst im Reinen ist.
Ich denke dabei oft an die Frau als Symbol der Seele.
Das bedeutet nicht, dass jede Figur eine festgelegte Botschaft besitzt. Im Gegenteil. Ich möchte nicht erklären, was ein Betrachter empfinden soll.
Ein Bild sollte für mich offen genug bleiben, damit jemand seine eigene Geschichte darin entdecken kann.
Vielleicht erinnert eine Frau auf einem Gemälde an eine Person, die man einmal kannte. Vielleicht sieht man etwas von sich selbst. Oder man fühlt sich nur von der Atmosphäre angezogen, ohne genau sagen zu können, weshalb.
Das reicht manchmal vollkommen.
Einige Werke der Serie findest du in meinem aktuellen handsignierten Katalog "Feminine Glamourism".

2. Wie diese Bildwelt entstanden ist
Einen eigenen Stil entwickelt man vermutlich selten bewusst.
Bei mir war es jedenfalls ein langer Prozess.
Schon als Kind war ich fasziniert vom alten Kino. Elizabeth Taylor, Audrey Hepburn oder Lauren Bacall wirkten auf mich damals beinahe wie Figuren aus einer anderen Wirklichkeit. Natürlich spielten ihre Kleider, Frisuren und das Licht dieser Filme eine Rolle. Aber wenn ich heute darüber nachdenke, war es vor allem ihre Präsenz, die mich beeindruckte.
Diese Frauen schienen sich vollkommen selbstverständlich in ihrer eigenen Welt zu bewegen.
Später kamen Modefotografie, Vintage-Plakate und Fashion-Illustrationen hinzu. Ich entdeckte Art Deco intensiver und natürlich auch Tamara de Lempicka. Ihre Malerei hat mich früh interessiert, aber nicht, weil ich sie nachahmen wollte. Mich faszinierte vielmehr diese besondere Klarheit ihrer Frauenfiguren. Sie wirken nicht wie Menschen, die um Aufmerksamkeit bitten. Sie sind einfach da.
Im Laufe der Zeit kamen viele andere Bilder hinzu, die scheinbar wenig miteinander zu tun hatten.
Eine elegante Frau an einem Bahnhof. Die Beleuchtung einer Hotelbar. Ein alter Sportwagen. Ein Schaufenster in Paris. Ein Kleid aus den 1990er Jahren. Ein Film, dessen Handlung ich längst vergessen habe, während mir eine bestimmte Szene noch immer vor Augen steht.
So funktioniert Inspiration bei mir häufig. Sie sammelt sich irgendwo. Und Jahre später taucht ein Detail in einem Gemälde wieder auf.
Ich könnte heute wahrscheinlich bei vielen Bildern gar nicht mehr genau sagen, welcher einzelne Eindruck am Anfang stand. Vielleicht ist das sogar notwendig. Denn irgendwann sollten Einflüsse aufhören, Einflüsse zu sein, und Teil der eigenen Sprache werden.
Genau daraus entstand Feminine Glamourism.

3. Woran erkennt man ein Werk des Feminine Glamourism?
Wenn ich meine Bilder nebeneinander sehe, erkenne ich bestimmte Dinge, die immer wiederkehren. Nicht als Regel, eher als eine Art persönliches Vokabular.
Eines davon ist die Linie.
Ich liebe klare Konturen. Eine Linie kann eine Schulter beschreiben, die Kante eines Hutes oder ein Gesicht, und gleichzeitig das ganze Bild strukturieren. Manche meiner Werke wirken deshalb aus größerer Entfernung fast grafisch. Erst wenn man näher kommt, sieht man die Malerei dahinter.
Diese Klarheit ist sicher einer der Punkte, an denen meine Nähe zum Art Deco sichtbar wird.
Aber ohne Farbe würde mir etwas fehlen.
Farben müssen bei mir nicht naturgetreu sein. Sie müssen innerhalb des Bildes stimmen. Ein Rot darf stärker sein als in der Realität. Haut kann wärmer oder heller werden. Ein Hintergrund verschwindet vielleicht fast vollständig, wenn er der Figur nichts hinzufügt.
Ich suche beim Malen nicht danach, wie etwas „wirklich“ aussieht.
Mich interessiert, wie ich es sehen möchte.
Mode verändert eine Figur
Mode spielt dabei eine größere Rolle, als man zunächst vermuten könnte.
Ein Kleid ist nie nur ein Kleid.
Ein großer Hut verändert die Haltung einer Frau. Eine Pelzstola schafft Raffinesse. Ein Schmuckstück kann ein Gesicht plötzlich ganz anders wirken lassen. Manchmal probiere ich verschiedene Varianten und merke erst dann, wie stark ein einziges Detail die ganze Geschichte eines Bildes verändert.
Besonders spannend finde ich die Mischung verschiedener Zeiten.
Eine Frisur erinnert vielleicht an die 1950er Jahre, das Kleid könnte aus einer heutigen Kollektion stammen und die Komposition besitzt etwas von einer alten Plakatgestaltung.
Ich habe nie den Wunsch, historische Genauigkeit zu erreichen.
Im Gegenteil. Mich interessiert diese kleine Irritation, wenn man nicht sofort sagen kann, wann die Szene stattfindet.
Vielleicht existiert sie ohnehin nur im Bild.
Mehr erfahren:
➤ Artikel "Feminine Glamourism trifft Plakatkunst – Frauenporträts mit Retro-Charme"

4. Manche Bilder beginnen wie kleine Filmszenen
Viele Motive entstehen bei mir lange vor der Leinwand.
Ich sehe zunächst eine Situation vor mir.
Eine Frau sitzt allein an einer Bar. Jemand steht neben einem Oldtimer. Eine andere Figur läuft durch eine nächtliche Straße. Manchmal beginnt alles sogar nur mit einem Kleid, einer bestimmten Handhaltung oder dem Licht auf einem Gesicht.
Für manche Serien entwickle ich deshalb eigene Fotoshootings mit Models.
Diese Shootings interessieren mich vor allem dann, wenn sie nicht nach klassischer Porträtfotografie aussehen. Ich möchte keine Frau einfach schön abbilden. Ich möchte eine Situation entstehen lassen.
Dann beginnt das Ausprobieren.
Soll sie zum Betrachter schauen oder gerade wegsehen?
Was passiert, wenn die Hand nicht auf dem Tisch liegt, sondern das Glas nur ganz leicht berührt? Ist die Pose zu offensichtlich?
Manchmal ist ein Foto technisch perfekt und trotzdem vollkommen uninteressant. Dann verändert man eine Kleinigkeit, und plötzlich entsteht etwas.
Diese Sekunden liebe ich. In solchen Momenten fühle ich mich tatsächlich ein wenig wie eine Regisseurin. Nur dass ich keine ganze Geschichte erzählen muss. Mir reicht diese eine Szene.
Beim Malen löse ich mich später immer weiter von der Fotografie. Hintergründe verschwinden, Proportionen verändern sich, Farben werden intensiver oder ruhiger. Manche Details, die auf dem Foto wichtig erschienen, stören im Gemälde plötzlich und müssen weg.
Irgendwann darf die Vorlage nicht mehr bestimmen, was passiert. Sonst wäre es keine Malerei.
Was am Ende entsteht, erinnert manchmal an einen Filmstill aus einem Film, den niemand je gedreht hat.
Wir sehen die Szene.
Aber wir kennen ihre Geschichte nicht. Vielleicht macht genau das ihren Reiz aus.
Mehr dazu:
➤ Zum Artikel: "Film Noir in der Malerei: Zwischen Schatten und Verführung"
➤ Zum Artikel: "Frauen im Oldtimer – Freiheit, Eleganz und Selbstbestimmung in meiner Kunst"

5. Warum Art Deco wichtig ist – aber nicht alles erklärt
Feminine Glamourism wird häufig mit Art Deco verbunden. Das ist nachvollziehbar, denn ich liebe die Klarheit dieser Epoche, die grafischen Formen, die Eleganz und auch diesen manchmal fast luxuriösen Mut zur Gestaltung.
Trotzdem wäre mir „Art-Deco-Kunst“ als Beschreibung meiner Bilder zu eng.
Mich interessiert nicht die möglichst genaue Wiederholung einer Epoche.
Ich nehme einzelne Elemente heraus und verbinde sie mit völlig anderen Dingen.
Vielleicht die Linie eines alten Plakats mit einem modernen Kleid. Ein Schmuckstück, das an Art Deco erinnert, mit einer Haltung aus einer aktuellen Fashion-Aufnahme. Die Atmosphäre eines Film Noir mit Farben, die historisch überhaupt nicht dazugehören würden.
Warum sollte Kunst sich korrekt an eine Zeit halten?
Unsere Erinnerung tut es schließlich auch nicht.
Wir tragen Bilder aus völlig unterschiedlichen Jahrzehnten gleichzeitig in uns. Ein alter Film vermischt sich mit einer Reise, die erst letztes Jahr stattfand. Dazu kommen Straßen, Menschen, Stoffe, Musik oder Gerüche, an die wir uns aus irgendeinem Grund erinnern.
Diese Mischung interessiert mich viel stärker als historische Perfektion.
Deshalb empfinde ich Retro auch nicht als Flucht in eine angeblich schönere Vergangenheit.
Früher war nicht alles schöner.
Aber vergangene Jahrzehnte haben Formen und Bilder hinterlassen, die uns bis heute berühren. Vielleicht weil sie uns an eine bestimmte Eleganz erinnern. Vielleicht weil darin eine Freiheit steckt, Schönheit einfach wichtig zu nehmen.
Meine figurative Bildwelt kann auch Ausgangspunkt für ein persönliches Auftragsgemälde sein. Wie daraus im Dialog ein neues Original entsteht, erfahren Sie in meinem Artikel über Auftragskunst.

6. Warum Genuss in meinen Frauenbildern immer wieder auftaucht
Wenn ich meine Arbeiten aus vielen Jahren betrachte, entdecke ich ein Thema, das sich erstaunlich konsequent durchzieht: Genuss.
Da sind Frauen in Cafés und Bars, Frauen mit einem Glas Wein, auf Reisen, in schönen Kleidern oder an Orten, an denen man offenbar gerne etwas länger bleiben würde. Früher hätte ich das vielleicht nur als Teil meiner Ästhetik betrachtet. Heute glaube ich, dass mehr dahintersteckt.
Unser Alltag ist sehr stark davon geprägt, etwas erreichen zu müssen. Termine, Aufgaben, Ziele. Selbst freie Zeit wird oft noch organisiert und mit Erwartungen gefüllt.
Meine Frauen entziehen sich diesem Tempo für einen Moment.
Eine sitzt noch bei einem Kaffee, obwohl sie längst weitergehen könnte. Eine andere träumt an einem See am Abend. Vielleicht hat sie sich gerade für ein Kleid entschieden, einfach weil sie sich darin anders fühlt. Vielleicht hört irgendwo Musik, während sie für eine Weile nichts weiter tun muss, als diesen Augenblick wahrzunehmen.
Mich interessieren gerade diese scheinbar unspektakulären Situationen.
Denn vielleicht erinnern wir uns später nicht an den besonders effizienten Tag, sondern an einen Abend in einem kleinen Café, an ein Glas Wein in guter Gesellschaft oder an diesen einen Spaziergang durch eine fremde Stadt, bei dem plötzlich alles gestimmt hat.
Die Frauen in meinen Bildern müssen in solchen Momenten nichts beweisen. Sie müssen weder besonders erfolgreich noch begehrt oder unerschütterlich wirken. Sie dürfen einfach ihren eigenen Gedanken folgen, genießen, beobachten oder für eine Weile ganz bei sich sein.
Vielleicht wartet eine von ihnen auf jemanden. Vielleicht ist sie froh, allein zu sein. Ich muss es beim Malen nicht immer wissen.
Gerade diese Offenheit interessiert mich.
Sie erklärt vielleicht auch, warum Cafés, Wein, Reisen, schöne Kleidung oder Oldtimer so selbstverständlich in meine Bildwelt hineingehören. Sie sind nicht nur attraktive Kulissen. Sie schaffen Situationen, in denen eine Frau für einen Moment aus dem Funktionieren des Alltags heraustritt und einfach leben darf.
Und was genau in diesem Moment in ihr vorgeht, bleibt ihre Geschichte.

7. Was ein Originalgemälde ausmacht
Auf meiner Website kann ich ein Gemälde möglichst genau zeigen. Mit Gesamtansichten, Detailfotos und Nahaufnahmen. Trotzdem bleibt ein Unterschied zwischen dem Bild auf dem Bildschirm und dem tatsächlichen Original.
Das Original besitzt eine Oberfläche, Farbtiefe und Feinheiten, die sich fotografisch nur teilweise wiedergeben lassen.
Meine Gemälde entstehen von Hand in meinem Atelier. Ich baue Farben in mehreren Schritten auf, verändere Linien, überarbeite Flächen und suche manchmal lange nach einem Farbton, bis er genau die Spannung bekommt, die ich haben möchte. Vieles davon ist im fertigen Werk nur noch zu erahnen.
Und genau das gefällt mir.
Ein Bild soll am Ende nicht erzählen, wie mühsam seine Entstehung war. Die vielen Entscheidungen, Korrekturen und Schichten sollen sich zu etwas verbinden, das selbstverständlich wirkt.
Bei einem Original kann man diese Entstehung trotzdem noch entdecken. In kleinen Unregelmäßigkeiten einer gemalten Fläche, in Übergängen, in Pinselspuren oder darin, wie sich eine Farbe verändert, wenn Licht darüberfällt.
Eine Reproduktion kann das Motiv sehr gut wiedergeben. Sie zeigt die Komposition und die Bildidee. Das Original trägt zusätzlich die Spuren seines Entstehungsprozesses und existiert genau einmal.
Für mich ist das ein wesentlicher Teil seines Wertes.
Nicht nur, weil ein Original ein Unikat ist, sondern weil es das tatsächliche Werk ist, an dem ich gearbeitet habe. Keine nachträgliche Übertragung, sondern die bemalte Oberfläche selbst.
Wenn ich ein Original auswähle, würde ich deshalb auch nicht nur fragen, ob mir das Motiv gefällt. Viel wichtiger ist, ob mich das Bild auf Dauer interessiert. Ob ich darin immer wieder etwas entdecken kann und ob ich das Gefühl habe, mit genau diesem Werk leben zu wollen.
oder schreib mir direkt an, ich berate dich gerne: info@ekaterina-more.com

8. Was ein Frauenbild mit einem Raum macht
Ich glaube, figurative Kunst verändert einen Raum auf eine besondere Weise.
Sobald eine Person auf einem Gemälde erscheint, entsteht automatisch eine Beziehung.
Wir schauen sie an.
Vielleicht fragen wir uns, wer sie ist. Vielleicht gar nicht bewusst. Trotzdem ist da plötzlich jemand.
Bei großen Frauenbildern merke ich diese Wirkung besonders stark.
Ein Gemälde über einem Sofa kann einen ganzen Wohnbereich bestimmen, ohne dass der Rest des Raumes deshalb besonders opulent sein muss. Im Gegenteil: Ich mag Feminine Glamourism oft gerade in modernen, relativ klaren Interiors.
Dann entsteht ein schöner Kontrast.
Architektur und Möbel bleiben reduziert, während das Bild Persönlichkeit hineinbringt.
Ein klassischer Raum kann durch ein modernes Frauenporträt wiederum unerwartet frisch wirken.
Deshalb würde ich Feminine Glamourism auch nie ausschließlich mit einer Art-Deco-Einrichtung verbinden.
Das wäre viel zu vorhersehbar.
Interessanter finde ich Räume, die verschiedene Zeiten und persönliche Dinge miteinander verbinden. Ein moderner Tisch neben einem alten Fundstück. Klare Architektur und ein großes figuratives Gemälde. Vielleicht ein Objekt, das von einer Reise stammt.
Ein Zuhause muss für mich nicht aussehen, als wäre es an einem Tag aus einem Einrichtungskatalog bestellt worden.
Es darf zeigen, wer dort lebt.
Und Kunst kann dabei sehr viel mehr sein als der letzte freie Fleck an der Wand.
Manchmal ist gerade das Bild der Anfang, aus dem sich ein Raum entwickelt.
9. Manchmal existiert das richtige Bild schon. Manchmal noch nicht.
In all den Jahren habe ich immer wieder erlebt, dass Menschen bei einem Gemälde plötzlich vollkommen sicher werden.
Sie haben vorher mehrere Bilder angesehen, über Größen und Farben gesprochen und versucht, vernünftig zu entscheiden.
Und dann sehen sie eines und sagen:
„Das ist es.“
Interessanterweise ist es nicht immer das Bild, das ich ihnen selbst empfohlen hätte.
Genau deshalb finde ich Kunst so spannend.
Wir können vieles erklären, aber nicht vollständig, warum uns ein bestimmtes Werk erreicht.
In meiner Online-Galerie findest du eine Auswahl aktuell verfügbarer Originalgemälde. Einige Arbeiten befinden sich allerdings im Atelier, ohne gerade online gezeigt zu werden. Wenn du also nach einer bestimmten Größe, Farbwelt oder einem bestimmten Motiv suchst, kannst du mich direkt fragen.
Und manchmal merkt man beim Suchen, dass das Bild, das man eigentlich möchte, noch gar nicht existiert.
Dann kann eine Auftragsarbeit entstehen.
Dabei geht es mir nicht darum, ein vorhandenes Gemälde etwas größer oder in anderen Farben zu wiederholen. Interessanter ist der gemeinsame Ausgangspunkt.
Vielleicht gibt es eine bestimmte Atmosphäre, die dich anspricht. Ein Format, das für einen Raum gebraucht wird. Eine Farbwelt oder eine persönliche Idee.
Daraus entwickle ich eine neue Komposition innerhalb meiner Bildsprache.
Das Ergebnis sollte beides sein:
ein sehr persönliches Werk für den Menschen, für den es entsteht – und gleichzeitig unverkennbar meine Kunst.
➤ Mehr über meine Auftragsarbeiten
10. Eine Welt mit vielen Geschichten
Feminine Glamourism ist im Laufe der Jahre größer geworden als eine einzelne Serie.
Es gibt geheimnisvolle Frauen, die an eine Femme Fatale erinnern. Andere Motive erzählen vom Reisen, von Mode, Genuss oder von diesen kleinen Momenten, in denen scheinbar gar nicht viel passiert und trotzdem eine ganze Geschichte entstehen kann.
Manche Bilder wirken wie Filmstills. Andere sind sehr gegenwärtig. Wieder andere verbinden verschiedene Zeiten so stark miteinander, dass man kaum sagen kann, wann die Szene eigentlich spielt.
Für mich gehören all diese Themen zusammen.
Denn letztlich interessieren mich weniger Cafés, Kleider, Wein oder Oldtimer als die Frau, die sich darin bewegt. Was beschäftigt sie gerade? Warum sitzt sie genau dort? Ist sie allein, wartet sie auf jemanden oder genießt sie einfach diesen Moment für sich?
Ich muss diese Fragen beim Malen nicht vollständig beantworten.
Vielleicht ist gerade das der Grund, warum mich Frauenbilder nach so vielen Jahren immer noch beschäftigen. Jede Figur eröffnet eine neue Geschichte, ohne dass ich sie zu Ende erzählen muss.
Wenn du einzelne Seiten dieser Bildwelt weiter entdecken möchtest, findest du hier einige Themen:
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Femme Fatale in der Kunst – über die kraftvolle, geheimnisvolle Ausstrahlung starker Frauenfiguren. 👉 Zu dem Blogartikel
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Wein & Weiblichkeit – warum ein Glas Wein und ein Kunstwerk mehr gemeinsam haben, als du denkst. 👉 Zu dem Blogartikel
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Retro Mode in meiner Kunst – eine stilvolle Hommage an die 20er, 50er und 90er Jahre. 👉 Zu dem Blogartikel
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Kaffeeliebe – Sinnliche Genussmomente – Kunst, die nach aromatischem Espresso und nostalgischen Cafés duftet. 👉 Zu dem Blogartikel
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Golf & Glamour – wie Sport, Stil und Weiblichkeit sich vereinen lassen. 👉 Zu dem Blogartikel
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Retro-Reisen & stilvolles Fernweh – von mediterranen Träumen und der Kunst, unterwegs zuhause zu sein.
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Dolce Vita & Dolce far niente – italienisches Lebensgefühl für mehr Genuss im Alltag.
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Cinematic Art – Kunst, die großes Kino in deine Räume bringt.
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Genuss in der Kunst – warum Genuss gerade in den heutigen Zeiten so wichtig ist. 👉 Zu dem Blogartikel
-
Frauen mit Katzen in der Kunst – warum Genuss gerade in den heutigen Zeiten so wichtig ist. 👉 Zu dem Blogartikel "Frauen mit Katzen in der Kunst - Intuition, Magie & feminine Kraft"
- Einrichtungstipps im Art Deco-Stil – so verwandelst du dein Zuhause in eine Bühne für Glamour und Sinnlichkeit. 👉 Zu dem Blogartikel
Lass dich weitertragen, vertiefe dein Gefühl für Feminine Glamourism – und entdecke, wie Kunst dein Leben auf wundervolle Weise bereichern kann.

Häufige Fragen zu Feminine Glamourism
Was ist Feminine Glamourism?
Feminine Glamourism ist meine eigene Bildsprache für Frauenbilder zwischen moderner Art-Deco-Ästhetik, Fashion, Film und figurativer Malerei. Charakteristisch sind klare Linien, eine bewusste Farbgestaltung und Frauenfiguren, die häufig wie Protagonistinnen einer offenen Geschichte wirken.
Ist Feminine Glamourism klassischer Art Deco?
Nein. Art Deco gehört zu meinen wichtigen Inspirationsquellen, aber ich möchte keine historische Art-Deco-Malerei rekonstruieren. In meinen Bildern verbinden sich unterschiedliche Jahrzehnte mit Mode, Fotografie, Film und meiner eigenen über viele Jahre entwickelten Formensprache.
Sind die Frauenbilder handgemalte Originale?
Ja. Meine Originalgemälde entstehen von Hand in meinem Atelier und sind Einzelstücke. Gerade bei größeren Arbeiten unterscheiden sich die Wirkung des Formats, die Oberfläche und die Farbtiefe deutlich von einer digitalen Darstellung oder Reproduktion.
Welche Größen gibt es?
Die Formate unterscheiden sich von Werk zu Werk. Viele Frauenbilder entstehen bewusst größer, weil die Figur dadurch im Raum eine stärkere Präsenz entwickelt. Die genauen Maße findest du jeweils bei den verfügbaren Originalen in meiner Online-Galerie.
Kann ich sehen, wie ein Gemälde in meinem Raum wirkt?
Ja. Wenn du ein bestimmtes Original interessant findest, kann ich es in einem Foto deiner Wand visualisieren. Gerade wenn man zwischen zwei Größen oder verschiedenen Werken schwankt, lässt sich die Wirkung dadurch wesentlich besser beurteilen.
Sind Auftragsgemälde im Feminine-Glamourism-Stil möglich?
Ja. Ausgangspunkt können eine bestimmte Größe, eine Farbwelt, eine Atmosphäre oder eine persönliche Idee sein. Daraus entwickle ich ein neues Original innerhalb meiner Bildsprache, statt ein bereits vorhandenes Werk lediglich zu kopieren.
Feminine Glamourism weiter entdecken
Feminine Glamourism ist für mich keine abgeschlossene Serie, sondern eine Bildwelt, die sich immer weiterentwickelt. Manche Frauen wirken geheimnisvoll, andere sinnlich, selbstbewusst oder ganz in ihren eigenen Gedanken versunken. Jede erzählt etwas anderes – und lässt gleichzeitig Raum für die eigene Interpretation.
Wenn dich diese Welt berührt, findest du in meiner Online-Galerie aktuelle Originalgemälde aus dem Feminine Glamourism.
Für Fragen zu einem Werk oder zu einer persönlichen Auftragsarbeit erreichst du mich unter: info@ekaterina-more.com



