Flowismus – mein Kunststil der Verbundenheit

Flowismus - sinnliche Frauenporträts von Künstlerin Ekaterina Moré

Flowismus ist ein moderner Kunststil, den ich, Ekaterina Moré, seit Ende der 1990er-Jahre entwickelt habe. Er begann jedoch nicht mit einem Manifest, sondern mit einer persönlichen Erfahrung von tiefer Verbundenheit.

In meinen Gemälden verbinden sich Frauenfiguren, Naturformen, Farben und Linien zu einer gemeinsamen Bildwelt. Eine Kontur führt zur nächsten. Eine Blüte greift die Bewegung eines Körpers auf. Farben antworten einander. Nichts soll isoliert erscheinen.

Im Mittelpunkt des Flowismus steht deshalb nicht die Bewegung um ihrer selbst willen. Es geht um Verbundenheit. Die sichtbare Bewegung entsteht aus der Beziehung zwischen allen Teilen des Bildes.

Die geschwungenen Konturen erinnern an den Jugendstil. Die gegliederten Farbflächen lassen auch meine frühere Auseinandersetzung mit dem Kubismus erkennen. Dennoch ist Flowismus weder eine Fortsetzung des Jugendstils noch eine weichere Form des Kubismus. Er ist meine eigene malerische Sprache, die seit mehr als 25 Jahren mit mir wächst.

Der Name nimmt auch Bezug auf den von Mihály Csíkszentmihályi beschriebenen Flow-Zustand – das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit. In meiner Kunst wird daraus ein weiterführender Gedanke: sich mit dem Leben und seinen Veränderungen verbunden zu fühlen, ohne dabei die eigene Form zu verlieren.

 

Flowismus - sinnliche Frauenbilder für mehr Lebensfluss

1. Wie Flowismus entstand

Die ersten Ansätze des Flowismus entstanden um 1998. In diesem Jahr wurde meine Tochter geboren.

Als ich Nina zum ersten Mal im Arm hielt, erlebte ich Verbundenheit auf eine Weise, die sich kaum erklären lässt. Sie war ein eigener kleiner Mensch – und zugleich fühlte es sich an, als gäbe es zwischen uns noch keine klare Grenze.

Wo endete ich, wo begann sie?

Dieses Gefühl war neu. Es veränderte meinen Alltag, aber auch meinen Blick auf die Welt. Plötzlich erschien mir vieles weniger eindeutig getrennt, als ich zuvor geglaubt hatte: Nähe und Freiheit, Stärke und Verletzlichkeit, Muttersein und künstlerische Identität.

Auch in meinen Bildern wollten die Formen nicht länger unabhängig voneinander bestehen.

Linien begannen, sich fortzusetzen. Figuren gingen in Landschaften über. Körper, Blumen und Farbflächen schienen Teile eines größeren Zusammenhangs zu sein. Damals hatte ich noch keinen Namen dafür. Ich wusste nur, dass sich in meiner Malerei etwas veränderte.

Ich wollte nicht zerteilen.

Ich wollte verbinden.

Erst später wurde mir bewusst, dass daraus eine eigene künstlerische Sprache entstanden war. Ich nannte sie Flowismus.

 

Flowismus Kunst - sinnliche Frauengemälde für mehr Verbundenheit

2. Warum ich den Namen Flowismus gewählt habe

Das Wort Flow ist vor allem durch den Psychologen Mihály Csíkszentmihályi bekannt geworden. Er beschrieb damit einen Zustand, in dem ein Mensch ganz in einer Tätigkeit aufgeht. Die Aufmerksamkeit ist vollkommen gebündelt. Das Gefühl für die Zeit tritt in den Hintergrund, Denken und Handeln scheinen mühelos zusammenzufließen.

Als Künstlerin kenne ich solche Momente aus dem Atelier. Manchmal arbeite ich an einem Bild und merke erst Stunden später, wie viel Zeit vergangen ist. Ich folge einer Linie, verändere eine Farbe, nehme eine Form an anderer Stelle wieder auf. Die einzelnen Entscheidungen entstehen nicht mehr nacheinander. Sie scheinen sich gegenseitig hervorzubringen.

Doch der Name Flowismus bedeutet für mich noch etwas anderes.

Mich interessiert nicht nur das völlige Aufgehen im Malprozess. Flow beschreibt für mich auch das Gefühl, mit dem Leben verbunden zu sein – sich nicht außerhalb der Welt zu erleben, sondern als Teil ihrer Bewegung.

Dabei geht es nicht um ein Leben ohne Widerstände. Auch ein Fluss begegnet Steinen, Engstellen und unerwarteten Richtungswechseln. Er bleibt in Bewegung, weil er auf das reagiert, was ihm begegnet.

Diese Form der Verbundenheit möchte ich in meinen Bildern sichtbar machen.

Die Frauenfiguren stehen nicht isoliert in einem Raum. Ihre Konturen setzen sich in Blumen, Wasser, Tiere und abstrakte Farbflächen fort. Bewegung entsteht, weil alles miteinander in Beziehung steht. Dennoch behalten die einzelnen Formen ihre Eigenständigkeit.

Für mich liegt darin eine tiefe Zufriedenheit: nicht alles kontrollieren zu müssen und sich trotzdem nicht zu verlieren. Wahrzunehmen, was da ist, darauf zu antworten und den eigenen Rhythmus darin zu finden.

Flowismus ist deshalb keine bildliche Darstellung der psychologischen Flow-Theorie. Er ist meine persönliche künstlerische Weiterentwicklung dieses Gedankens – hin zu einer Malerei über Bewegung, Beziehung und die harmonische Verbundenheit mit der Welt.

 

Sinnliche Frauenbilder in Flowismus - Kunst für mehr Lebensgenuss

3. Woran erkennt man ein Flowismus-Gemälde?

Ein eigener Kunststil zeigt sich nicht nur in einer Idee. Er muss im Bild sichtbar werden.

Beim Flowismus sind es vor allem vier Merkmale, die immer wiederkehren: verbindende Linien, gegliederte Farbflächen, stilisierte Frauenfiguren und Naturformen, die Teil derselben Komposition werden.

Linien, die Beziehungen schaffen

Linien sind in meinen flowistischen Bildern keine bloßen Umrandungen.

Sie verbinden.

Eine Kontur beginnt vielleicht am Haar einer Frau, setzt sich in einem Blatt fort und taucht an einer anderen Stelle als Welle oder ornamentale Form wieder auf. So wird der Blick durch das Gemälde geführt.

Manchmal entsteht daraus eine deutliche Bewegung. Manchmal ist sie kaum wahrnehmbar. Doch selbst in einem ruhigen Bild bleiben die einzelnen Elemente miteinander im Gespräch.

Mich interessiert nicht die perfekte, in sich geschlossene Einzelform. Spannender ist für mich, was zwischen den Formen geschieht.

Wo berühren sie sich?

Wo antworten sie einander?

Wo entsteht aus mehreren Teilen plötzlich ein Ganzes?

Farben als gemeinsamer Rhythmus

Auch Farbe verwende ich nicht isoliert.

Ein Rot kann im Kleid einer Frau beginnen und in einer Blüte wiederkehren. Ein Blau verbindet Wasser, Himmel und Schatten. Warme Hauttöne tauchen vielleicht in Früchten, Blüten oder abstrakten Flächen erneut auf.

Dadurch entsteht ein Rhythmus.

Die Farbflächen können kräftig und kontrastreich sein, aber sie sollen nicht gegeneinander kämpfen. Selbst intensive Farben brauchen für mich Beziehungen. Sie werden durch Wiederholungen, Übergänge und gemeinsame Linien in der Komposition gehalten.

Wie unterschiedlich Farben abhängig von Motiv, Licht und persönlicher Erfahrung wahrgenommen werden, beschreibe ich ausführlicher in meinem Artikel über die Farbwirkung in der Kunst.

Die Frau und ihre Umgebung

Die Frauen meiner flowistischen Bilder stehen selten einfach vor einem Hintergrund.

Sie sind Teil ihrer Umgebung.

Blumen folgen den Linien eines Körpers. Fische scheinen durch dieselbe Bildwelt zu gleiten wie die Frauenfiguren. Haare, Wasser, Stoffe und Landschaften greifen ineinander. Selbst eine Vase oder eine Frucht kann eine Form wiederholen, die zuvor im Körper der Frau angelegt wurde.

Die Natur dient dabei nicht nur als Dekoration.

Sie erweitert das Motiv. Eine Blume kann für Schönheit, Entfaltung oder Vergänglichkeit stehen. Ein Fisch kann Leichtigkeit und Tiefe zugleich andeuten. Früchte erzählen von Genuss, Fülle und sinnlicher Erfahrung.

Doch diese Symbole sind nicht festgelegt. Ich möchte dem Betrachter keine einzige richtige Deutung vorgeben.

Das Bild darf offen bleiben.

Bewegung aus Verbundenheit

Flowismus wird häufig zuerst mit Bewegung verbunden. Das ist verständlich. Die Linien schwingen, Formen gehen ineinander über, und der Blick bleibt selten an einer Stelle stehen.

Trotzdem ist Bewegung nicht das eigentliche Ziel.

Sie entsteht, weil die Elemente des Gemäldes miteinander verbunden sind. Eine Linie bewegt sich weiter, weil sie an anderer Stelle wieder aufgenommen wird. Eine Farbe wandert durch das Bild, weil sie Beziehungen herstellt.

Für mich ist das ein entscheidender Unterschied.

Flowismus bedeutet nicht, sich einfach treiben zu lassen. Es bedeutet auch nicht, dass alles verschwimmen soll. Die einzelnen Formen behalten ihre Eigenständigkeit. Gleichzeitig gehören sie zu etwas Größerem.

Vielleicht berührt mich genau diese Spannung bis heute: verbunden zu sein, ohne sich selbst zu verlieren.

Besonders sichtbar wird diese Verbindung in meinen Tanzmotiven. Dort setzt sich die Haltung der Frau in den geschwungenen Konturen und wiederkehrenden Farbflächen fort. Wie meine Begegnung mit Matisses Der Tanz und die Bühnengeschichte meiner Mutter diese Werke geprägt haben, erzähle ich in meinem Artikel über tanzende Frauen im Flowismus.

 

Sinnliche Frauenbilder im Flowismus Stil von Ekaterina Moré - Weiblichkeit leben

4. Zwischen Jugendstil und Kubismus – und doch ein eigener Weg

Kunst entsteht nie im luftleeren Raum.

Auch meine Bildsprache trägt Spuren der Kunst, die mich geprägt hat. Besonders wichtig waren für mich der Jugendstil, Gustav Klimt und zeitweise auch der Kubismus.

Als junges Mädchen entdeckte ich Klimts Danaë. Die rothaarige Frau, umhüllt von Stoff und Gold, ließ mich nicht mehr los. Als ich mit 18 Jahren nach Deutschland kam, versuchte ich, das Bild für mich nachzumalen. Ich wollte verstehen, wie dieses poetische, sinnliche Werk entstanden war.

Die Erinnerung an Klimts Rothaarige lebt bis heute in vielen meiner Frauenfiguren weiter.

Vom Jugendstil liebe ich die organischen Linien, die floralen Formen und die Idee, Figur und Ornament nicht voneinander zu trennen. Bei Künstlern wie Klimt oder Mucha wird die Umgebung nicht zur beliebigen Kulisse. Sie gehört zum Erscheinungsbild der Frau.

Diese Nähe ist in meinen Bildern erkennbar. Trotzdem male ich keinen historischen Jugendstil.

Meine Farbflächen sind häufig kräftiger gegliedert. Die Figuren erscheinen moderner und unmittelbarer. Naturformen, Körper und abstrakte Flächen bilden einen Rhythmus, der sich aus meiner eigenen Erfahrung entwickelt hat.

Auch der Kubismus hat mich beeinflusst. Er zeigte mir, dass eine Figur nicht naturalistisch wiedergegeben werden muss, um überzeugend zu sein. Formen dürfen vereinfacht, verschoben und neu zusammengesetzt werden.

Doch während der Kubismus häufig unterschiedliche Ansichten zerlegt und neu ordnet, suchte ich nach einer Bildsprache, die Zusammenhänge betont.

Nicht die Zersplitterung stand für mich im Mittelpunkt, sondern das Weiterführen.

Nicht die Trennung, sondern die Beziehung.

Mehr über diese künstlerische Auseinandersetzung erzähle ich in meinem Artikel Kubismus versus Flowismus – zwei Sichtweisen auf Weiblichkeit.

Flowismus ist deshalb für mich keine Mischung aus zwei bestehenden Stilen. Jugendstil und Kubismus waren wichtige Begegnungen auf meinem Weg. Aber erst durch meine eigenen Erfahrungen, meine Motive und meine Art, Linien und Farben miteinander zu verbinden, entstand daraus etwas Eigenständiges.

 

Sinnliche Frauenbilder für mehr Weiblichkeit - Kunststil Flowismus

5. Weiblichkeit im Flowismus

Die Frau steht im Mittelpunkt fast aller meiner Werkserien. Im Flowismus erscheint sie jedoch anders als in meinen eleganten, stärker vom Art Déco geprägten Frauenporträts.

Flowistische Frauen sind Teil einer größeren Bildwelt.

Sie träumen, tanzen, ruhen oder genießen. Manche wirken sinnlich und offen. Andere ziehen sich in ihre innere Welt zurück. Oft haben sie die Augen geschlossen, als würden sie nicht für den Betrachter posieren, sondern einem eigenen Gedanken folgen.

Diese Frauen sollen kein Ideal vorgeben.

Sie sind keine Anleitung dafür, wie eine Frau aussehen oder leben sollte. Mich interessieren die vielen, manchmal widersprüchlichen Seiten des Frauseins: Nähe und Unabhängigkeit, Lebensfreude und Melancholie, Sinnlichkeit und Ruhe, Stärke und Sanftheit.

Die Frau ist in meiner Kunst auch ein Symbol der Seele.

Nicht im religiösen Sinn. Für mich verkörpert sie etwas Inneres, das sich einer eindeutigen Erklärung entzieht. Eine Erinnerung. Eine Sehnsucht. Eine Stimmung, die wir vielleicht erkennen, bevor wir sie benennen können.

Deshalb male ich keine psychologischen Modelle.

Ich male Frauenfiguren, in denen unterschiedliche Erfahrungen nebeneinander bestehen dürfen.

Manche Betrachter erkennen sich in ihnen wieder. Andere denken an eine Frau aus ihrem Leben. Wieder andere reagieren zuerst auf die Farben, die Körperhaltung oder eine kleine Geste.

All diese Zugänge dürfen bestehen.

Ein Kunstwerk wird für mich gerade dann interessant, wenn es nicht vollständig erklärt werden kann.


Flowismus - Weiblichkeit in der Kunst von Ekaterina Moré

6. „Colorful Emotions“ – Gefühle werden zu Bildräumen

In meiner Serie Colorful Emotions wird die Idee des Flowismus besonders deutlich.

Die Bilder erzählen nicht jeweils von einem einzigen Gefühl. Freude ist selten nur hell. Melancholie ist nicht ausschließlich dunkel. Sinnlichkeit kann selbstbewusst, verspielt oder still erscheinen.

Unsere Empfindungen besitzen Übergänge.

Genau diese Übergänge versuche ich sichtbar zu machen.

Im Werk Genießen ruht eine Frau zwischen warmen Farbflächen und Blumen. Ihr Körper bildet keine abgeschlossene Form. Die Linien ihres Kleides, ihrer Arme und der umgebenden Flächen greifen ineinander. Gelb, Orange, Rot und Grün erzeugen eine Atmosphäre von Wärme und Fülle.

Das Bild erklärt nicht, was Genuss sein soll. Es zeigt einen Augenblick, in dem die Frau ganz bei sich erscheint.

In Sich fallen lassen wird die Komposition von Blau, Türkis und geschwungenen Formen getragen. Fische bewegen sich durch dieselbe Bildwelt wie die ruhende Frau. Wasser, Körper und Umgebung sind nicht klar voneinander getrennt.

Trotzdem löst sich die Figur nicht auf.

Sie bleibt erkennbar und eigenständig. Gerade darin liegt für mich die Balance des Flowismus: Teil eines Ganzen zu sein, ohne die eigene Form aufzugeben.

Zusammensein zeigt zwei Frauen, deren Gesichter und Körper durch Linien, Farben und eine Blüte miteinander verbunden werden. Es bleibt offen, wer sie füreinander sind. Mutter und Tochter? Schwestern? Freundinnen? Oder vielleicht zwei Seiten derselben Persönlichkeit?

Diese Offenheit ist beabsichtigt.

Ich möchte keine fertigen Geschichten illustrieren. Ich schaffe Bildräume, in denen der Betrachter seine eigenen Beziehungen und Erinnerungen wiederfinden kann.

Wie eng Frauen und Blumen in meiner Malerei zusammengehören, zeige ich auch in meinem Artikel Frauen und Blumen in der Kunst“.


Flowismus - sinnliche Frauenbilder für mehr Verbundenheit - Weiblichkeit in der Kunst

7. Wie ein Flowismus-Gemälde entsteht

Am Anfang eines neuen Bildes steht häufig eine Figur oder eine Bewegung, die ich innerlich bereits sehe.

Manche Ideen kommen mir im Traum. Andere entstehen beim Hören klassischer Musik oder in einem stillen Moment, in dem sich Farben und Formen plötzlich zu einer Szene verbinden.

Ich lege zunächst die grundlegende Komposition fest. Doch nicht alles wird im Voraus geplant.

Beim Malen zeigt sich, welche Linie weitergeführt werden möchte. Eine Fläche braucht vielleicht eine farbliche Antwort. Eine Blume taucht auf, weil ihre Form einen bereits vorhandenen Rhythmus aufnimmt. Manchmal verändert ein kleiner Bogen die gesamte Beziehung zwischen Figur und Umgebung.

Diese Entscheidungen wirken spontan, beruhen aber auf langer Erfahrung.

Nach mehr als 25 Jahren im Atelier vertraue ich meiner Wahrnehmung. Ich merke, wenn ein Bild zwar farbig und dekorativ wirkt, aber innerlich noch nicht zusammenhält. Dann fehlt nicht unbedingt ein weiteres Motiv. Häufig fehlt eine Verbindung.

Vielleicht muss eine Linie verlängert werden.

Vielleicht braucht eine Farbe an einer anderen Stelle ein leises Echo.

Vielleicht ist eine Fläche zu unruhig und muss vereinfacht werden.

Der schwierigste Moment ist nicht der Anfang. Es ist der Augenblick, in dem aus vielen einzelnen Entscheidungen eine geschlossene Bildwelt entsteht.

Dann weiß ich: Das Werk trägt.

 

Flowismus - für mehr Genuss und Weiblichkeit in der Kunst

8. Wenn aus Bildern eine gemeinsame Welt entsteht

Flowismus funktioniert als einzelnes Gemälde. Besonders spannend wird die Bildsprache jedoch, wenn mehrere Werke in einem Raum aufeinandertreffen.

Das habe ich bei der Frauenarztpraxis Asantae erlebt.

Dort begann das Kunstprojekt mit fünf Auftragsarbeiten. Später kamen zwei weitere Werke hinzu. Als die Praxis erweitert wurde, fanden schließlich auch sieben meiner Göttinnen ihren Platz im Wartebereich und auf den Fluren.

So entstand über Jahre eine Sammlung aus 14 Originalgemälden.

Die Bilder sind nicht identisch. Manche sind farbintensiv, andere sanfter. Einige erzählen von Genuss, Nähe oder Ruhe. Die Göttinnen bringen mythologische und symbolische Ebenen hinzu.

Trotzdem sprechen alle Werke miteinander.

Frauenfiguren, Naturformen, klare Linien und wiederkehrende Farben verbinden die Räume. Die Kunst wurde nicht nachträglich ausgewählt, um freie Wände zu füllen. Sie wuchs mit der Praxis und wurde Teil ihrer visuellen Identität.

Das vollständige Projekt zeige ich in meinem Artikel über das Kunstkonzept für die Frauenarztpraxis Asantae.

Wie meine Flowismus-Werke Menschen auf See begegnen und Teil persönlicher Reiseerinnerungen werden, erzähle ich ausführlicher in meinem Artikel über Flowismus in den AIDA Kunstgalerien.

Auch auf den Schiffen von AIDA begegnen meine Flowismus-Werke Menschen an einem besonderen Ort. Dort werden sie nicht nur in der Galerie betrachtet. Sie reisen weiter, finden neue Räume und werden Teil anderer Lebensgeschichten.

Das berührt mich immer wieder.

Ein Gemälde entsteht in meinem Atelier. Doch seine Geschichte endet nicht dort.


Flowismus - Tanz und Weiblichkeit in der Kunst - sinnliche Frauenbilder

9. Wie sich Flowismus weiterentwickelt

Flowismus ist kein abgeschlossenes Kapitel meiner Arbeit.

Die Bildsprache verändert sich mit mir. Manche heutigen Werke sind ruhiger als frühere. Farben werden gelegentlich zurückhaltender. Naturformen erhalten mehr Raum. In anderen Bildern wird die Komposition dichter und farbintensiver.

Was bleibt, ist die Verbindung.

Ich möchte auch künftig Frauenfiguren malen, die nicht losgelöst von ihrer Welt erscheinen. Mich interessieren Beziehungen zwischen Mensch und Natur, zwischen verschiedenen Frauen und zwischen den sichtbaren und weniger sichtbaren Ebenen eines Bildes.

Vielleicht werden neue Symbole hinzukommen.

Vielleicht werden manche Formen einfacher.

Ein eigener Kunststil darf sich entwickeln. Sonst würde er irgendwann nur noch sich selbst wiederholen.

Doch sein innerer Kern sollte erkennbar bleiben.

Beim Flowismus ist dieser Kern für mich die Vorstellung, dass Schönheit nicht aus der Perfektion einzelner Teile entsteht. Sie entsteht dort, wo die Teile eine Beziehung eingehen.

 

Flowismus und Weiblichkeit - Kunst für mehr Genuss im Leben

10. Ein Flowismus-Original auswählen

Bei der Wahl eines Gemäldes muss nicht zuerst die Frage stehen, ob seine Symbolik vollständig verstanden wird.

Wichtiger ist oft eine andere Beobachtung:

Möchtest Du noch einmal hinsehen?

Bleibt eine bestimmte Farbe, Figur oder Geste in Deinen Gedanken? Entdeckst Du nach dem ersten Eindruck eine zweite Ebene? Kannst Du Dir vorstellen, dem Bild nicht nur heute, sondern über viele Jahre zu begegnen?

Manche Menschen entscheiden sich unmittelbar für ein Werk. Andere kehren mehrmals zu einem Gemälde zurück. Beides ist richtig.

Ein Original sollte nicht nur zu einem Sofa oder einer Wandfarbe passen. Es sollte im Raum bestehen können, auch wenn sich Möbel und Lebensphasen verändern.

In meiner Online-Galerie findest Du aktuell verfügbare Flowismus-Originalgemälde. Jedes Werk ist von mir persönlich auf Leinwand gemalt und signiert.

Wenn Du ein bestimmtes Format oder eine individuelle Bildidee suchst, kann auch ein Auftragswerk entstehen. Dabei kopiere ich kein vorhandenes Gemälde. Ich entwickle ein neues Original, das zu meiner künstlerischen Sprache und zugleich zu Deinem Raum oder Deiner Geschichte passt.

sinnliche Frauenbilder für mehr Lebensfreude - Flowismus Kunstrichtung

Häufige Fragen zum Flowismus

Was ist Flowismus in der Kunst?

Flowismus ist ein moderner Kunststil, den ich, Ekaterina Moré, entwickelt habe. Frauenfiguren, Naturformen, Farben und verbindende Linien bilden darin eine gemeinsame Bildwelt. Im Zentrum steht die Verbundenheit aller Bildelemente.

Woran erkennt man ein Flowismus-Gemälde?

Typisch sind stilisierte Frauenfiguren, klare geschwungene Konturen, gegliederte Farbflächen und wiederkehrende Naturmotive. Linien und Farben werden so weitergeführt, dass zwischen den einzelnen Elementen ein sichtbarer Zusammenhang entsteht.

Ist Flowismus moderner Jugendstil?

Flowismus ist vom Jugendstil inspiriert, aber kein historischer oder neu aufgelegter Jugendstil. Organische Linien, florale Motive und die Verbindung von Frau und Ornament gehören zu den Einflüssen. Die farbintensiven Flächen, die Kompositionen und die Bedeutung der Verbundenheit bilden jedoch eine eigenständige zeitgenössische Bildsprache.

Welche Rolle spielt der Kubismus im Flowismus?

Der Kubismus gab mir die Freiheit, Figuren und Räume in vereinfachte Farbflächen zu übersetzen. Im Flowismus werden diese Flächen jedoch nicht als zersplitterte Ansichten behandelt. Linien, Farben und Formen sollen Beziehungen herstellen und die Komposition zusammenführen.

Welche Motive gehören zum Flowismus?

Im Mittelpunkt stehen Frauen. Hinzu kommen Blumen, Früchte, Fische, Vögel, Wasser und Landschaften. Diese Motive erscheinen nicht als voneinander getrennte Symbole, sondern als Teile einer gemeinsamen Bildwelt.

Wo kann man Flowismus-Originalgemälde kaufen?

Verfügbare Werke findest Du in meiner Online-Galerie für Flowismus-Originale. Dort sind handgemalte und signierte Unikate auf Leinwand erhältlich. Individuelle Auftragsarbeiten können ebenfalls angefragt werden.

Woher kommt der Name Flowismus?

Der Name nimmt Bezug auf den Flow-Begriff des Psychologen Mihály Csíkszentmihályi. Er bezeichnet das völlige Aufgehen in einer Tätigkeit. Für Ekaterina Moré bedeutet Flow darüber hinaus, sich als Teil des Lebens und der Welt zu erfahren. Im Flowismus wird diese Verbundenheit durch weiterführende Linien, wiederkehrende Farben und das Zusammenspiel von Frau und Natur sichtbar.

 

Verbunden, ohne sich selbst zu verlieren

Als der Flowismus in meinen Bildern entstand, konnte ich noch nicht wissen, wohin mich diese Sprache führen würde.

Ich wusste nur, dass ich anders malen wollte.

Eine Frau sollte in meinen Bildern nicht vor einer Welt stehen, die nichts mit ihr zu tun hat. Sie sollte mit ihr verbunden sein. Mit den Blumen, dem Wasser, den Farben, einer anderen Frau – und zugleich ihre eigene Gestalt bewahren.

Vielleicht ist das der Gedanke, der mich bis heute am stärksten beschäftigt.

Verbunden zu sein, ohne sich selbst zu verlieren.

In meinen Gemälden wird daraus eine Linie. Sie beginnt an einer Figur, berührt eine Blüte und setzt sich an einer unerwarteten Stelle fort.

Und plötzlich ist aus vielen einzelnen Formen eine Welt geworden.

Online-Galerie

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