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Ein Beitrag von NDR Kultur zu meinem Videoprojekt "Unter Künstlern" bei YouTube

  • Von Ekaterina Moré

Ein Beitrag von NDR Kultur zu meinem Videoprojekt

"Die Künstlerin Ekaterina Moré tauscht sich seit einigen Wochen mit anderen Künstlerinnen und Künstlern in einem YouTube-Format darüber aus, wie man dem Wandel des Kunstmarkts begegnet."

von Anina Pommerenke

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https://www.ndr.de/kultur/Das-Videoprojekt-Unter-Kuenstlern-zum-Wandel-im-Kunstmarkt,unterkuenstlern100.html

Mein Kanal bei YouTube mit Künstlergesprächen 👇

https://www.youtube.com/playlist?list=PLTttNtCnUNE9tGj449HYXkJjIqOmly2oL

 

"Ihre Werke zeigen meist sehr schöne und selbstbewusste Frauen: stark geschminkt - starke Posen. So präsentiert sich auch Ekaterina Moré. Kaum zu glauben, dass die Künstlerin eigentlich Angst vor der Kamera hat. Doch genau dieser Angst will sich sich nun stellen. In dem YouTube-Format "Unter Künstlern" interviewt sie Kolleginnen und Kollegen - auf Augenhöhe.

"Das habe ich auch in meiner eigenen Arbeit gemerkt", erzählt sie. "Viele Kunsthistoriker sehen vielleicht etwas anderes in der Arbeit eines Künstlers. Ich als Künstlerin kann ganz andere Fragen stellen und ich habe einen anderen Bezug zu der Kunst. Weil ich die Hintergründe auch kenne."

Shirin Donias Porträts von Rebellen der Pop-Kultur

Ihre Gesprächspartnerinnen und -partner kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und ganz unterschiedlichen Kunstrichtungen. Die Frankfurterin Shirin Donia arbeitet mit großflächigen Formaten. In ihrer aktuellen Serie widmet sie sich berühmten Rebellen der Pop-Kultur: Prinzessin Leia aus "Star Wars", dem "Joker" oder Nathalie Portmann als Balletttänzerin in "Black Swan". Sie versuche sich möglichst frei der Kunst zu nähern und nicht das zu machen, was vorgegeben ist, berichtet die Autodidaktin.

Unkonventionelle Kindheit als Prägung für die Kunst

Was sie auch auf ihre eher unkonventionelle Kindheit zurückführt: "Bei uns zu Hause, das war so ein bisschen Pippi-Langstrumpf-Leben. Wir hatten eine Treppe im Haus, da hat meine Mama immer Matratzen drauf gelegt. Da sind wir hochgeklettert und dann immer wieder runter gerutscht." Phasenweise habe ihre Mutter das komplette Esszimmer mit Folien ausgefüllt und dort Streu hineingelegt, erzählt Shirin Donia. "Dann haben wir da über Wochen mit den Kaninchen gelebt. Das war also ein bisschen wild."

Ein interessanter Austausch über Lebenswege und Lebensstrategien

Wild sind auch deren Vernissagen, bei denen es über mehrere Stunden ein buntes Programm gibt: mit darstellender und bildender Kunst, mit Musik, Fotografen und Kameras. Drei Monate arbeitet sie mit einem Team auf so ein Event hin. Ihr Erfolg zeigt, dass es sich manchmal lohnen kann, mit Altbewährtem zu brechen: "Diese ganze Selfmade - und auch kommerziell zu arbeiten. Ich mache zum Beispiel auch Auftragsarbeiten, die nicht unbedingt meine Kunst darstellen." Das seien alles Sachen, die würden nicht so gerne gesehen - weil man so sein innerstes Leid auf die Leinwand bringe und das für einen Hungerlohn an den Galeristen abgebe. "Das wäre nicht mein Weg gewesen."

Der gebürtige Franzose und in Berlin lebende Künstler Ewen Gur steht für figurative Arbeiten, die von Computerspielen und Comics geprägt sind. Auch er findet, dass sich das Künstlerdasein in den vergangenen Jahren stark verändert habe. "Einfach nur ein Bild malen" - das reiche nicht mehr: "Man muss sich ein bisschen mit Marketing und Selbstvermarktung auskennen. Ansonsten kann man einfach nicht überleben. Man muss in der heutigen Zeit ein Multitalent sein."

Nicht nur für Kunstschaffende spannend

Moderatorin Ekaterina Moré findet, dass von solchen Einsichten nicht nur andere Künstlerinnen- und Künstler profitieren: "Die meisten Künstler, die schon lange auf dem Kunstmarkt sind, haben gute Lebensstrategien entwickelt, wie sie mit Veränderungen umgehen." Es sei interessant zu sehen, wie unterschiedlich diese Lebensstrategien seien. Davon könnten auch andere Bereiche profitieren, meint Moré: Wie denkt ein Mensch, der kreativ denkt, und wie geht er mit diesem Thema Angst und Unsicherheit um? Ihre Botschaft ist: Gutes entsteht manchmal auch nur durch das Überwinden der eigenen Ängste. Ihre neue Gesprächsreihe ist ein gutes Beispiel dafür.

NDR Kultur

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