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Berliner Morgenpost - "Neun Musen sollt ihr sein"

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Berliner Morgenpost – “Neun Musen sollt ihr sein”
Ein Artikel von Annika Schönstädt

Künstlerin Ekaterina Moré fotografiert prominente Frauen - und malt sie dann

In seinem Werk "Theogonie", einer der ältesten Quellen der griechischen Mythologie, lässt sich Hesiod von neun Musen zum Dichter wählen. Seitdem kommen die Schutzgöttinnen der Künste immer dann zum Einsatz wenn ein Schriftsteller, Maler, Bildhauer oder Musiker in Kreativnöten sie anruft und werden von diesen seit Jahrtausenden in ihren Werken verewigt. Dieser Tradition folgt jetzt auch die in St. Petersburg geborene Malerin Ekaterina Moré, die für ihre Frauenporträts im 20er-Jahre-Stil bekannt ist. Für ihr Musen-Projekt, das sie zusammen mit dem Psychotherapeut und Autor Ruediger Dahlke plant, hat sie neun prominente Frauen gebeten, in die Rolle der Schutzgöttin zu schlüpfen. So wird aus Valerie Niehaus Eutepe, die Muse der Lyrik und des Flötenspiels. Aus Tina Ruland wird Terpsichore, die Muse für Chorlyrik und Tanz, aus Tanja Bülter Urania, die Muse der Astronomie und aus Xenia Seeberg Erato, die Muse der Liebesdichtung.

"Mit meinen Porträts möchte ich unterschiedliche Aspekte von Weiblichkeit zeigen", sagt Ekaterina Moré. Eben dieser Ansatz hat auch die Musen-Vorbilder überzeugt. "Wir hatten vorher ein sehr langes Gespräch über Weiblichkeit", sagt Schauspielerin Xenia Seeberg. "Ich finde, wir dürfen das heute gar nicht mehr richtig ausleben, deshalb gefallen mir Ekaterinas Bilder so gut."

Bevor die Künstlerin jedoch zum Pinsel greift, lichtet sie sie Damen zunächst bei einem Shooting in der Art Galerie Richter am Kurfürstendamm ab. Die so entstandenen Fotos verwendet sie in ihrem Düsseldorfer Atelier als Vorlage. Tanja Bülter ist sich sicher, dass sie das Ergebnis nicht enttäuschen wird. "ich vertraue Ekaterina vollkommen.", sagt die Moderatorin. Und auch die Schauspielerin Tina Ruland betont: "Man muss die Künstlerin in ihrem Schaffensprozess alleine lassen. Ich will dem gar nicht meinen Stempel aufdrücken."

Die fertigen Bilder will Ekaterina Moré im Herbst 2014 in Berlin präsentieren. Die Erlöse der Verkäufe sollen anschließend an Kinderhilfsprojekte gehen.

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